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HE MUSEUM OF MEDITERRANEAN AND NEAR EASTERN ANTIQUITl^|j|^ 2 ]^g
MEDELHAVSMUSEET
Beate George
Frühe Keramik
aus Ägypten
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BULLETIN 10 1975
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ffi MUSEUM OF MEDITERRANEAN AND NEAR EASTERN ANTIQUITIES
lEDELHAVSMUSEET
LLl TN 10 1975
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FRÜHE KERAMIK AUS ÄGYPTEN
Me dekorierte Negade II-Keramik im Medelhavsmuseet
’on
JEATE GEORGE
rOCKHOLM 1975
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© Beate George
Edited by Bengt Peterson. Photos by Margareta Sjöblom
Distribution oflice: Medelhavsmuseet, Storgatan 41, S-I1455 Stockholm, Sweden
ISBN 91-7192-273-3
Printed by Beriingska Boktryckeriet, Lund 1975
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Einführung
At the still point of the tuming world. Seither flesh nor fleshless;
Seither front nor towards; at the still point, there the dance is,
But neither arrest nor movement. And do not call it fixity,
Where past andfuture are gathered. Seither movement from nor towards.
Seither ascent nor decline. Except for the point, the still point,
There would be no dance, and there is only the dance.
T. S. Eliot, Four Quartets, Burnt Sorton II 62-67
)ie Blütezeit altägyptischer Töpferkunst ist die prä-
istorische Epoche vor 3000 v.Chr., deren lokal mehr
der weniger begrenzte Kulturen hauptsächlich anhand
erschiedener Keramikstile bestimmt werden. Von
esonderem Interesse unter der Vielzahl von Gat-
iingen ist die sogenannte ,, dekorierte Ware'' >
fetrics ^ydecorated ware"*^ - der Negade 11-Kultur,
ie räumlich grosse Teile Ägyptens umfasst und
eitlich am Übergang zur historischen Epoche steht.
Diese Keramik ist auf hellem Tongrund mit einem
I braunroter Farbe aufgetragenen geometrischen oder
guralen Dekor verziert. Unter den figürlichen Dar-
tellungen sind besonders vielrudrige Schiffe und
lenschen bemerkenswert. Obwohl die Deutung dieser
iJder im Einzelfall schwierig und unsicher ist und
ir unsere Kenntnis der Negade 11-Kultur nicht immer
ie eindeutigen Aufschlüsse gibt, die man vielleicht
warten oder wünschen könnte, so werfen diese
efassmalereien doch Licht auf eines der wichtigsten
reignisse in Ägyptens langer Geschichte überhaupt,
imlich den Sprung aus der Prähistorie mit dem für
e charakteristischen Welt- und Menschenverständnis
die Historie mit ihrer neuen, andersartigen Sicht.
Weitsicht und Bewusstsein der Vorgeschichte* fin-
m im Bereich der Keramüc ihren Ausdruck in einer
«ziellen Art von Ornamentik. Es sind Muster, die
irch ihr Vorhandensein erst die sonst als Negativ
lebte Fläche erzeugen. Sie folgen der Form des
efasskörpers und ordnen sich ihr ganz unter, ent-
•rechend wie der Töpfer noch seinem Erzeugnis
itergeordnet ist und der Mensch in die ihn umge-
mde Welt - Natur, Volksgruppe - eingebunden ist.
Die Hinwendung zum Figürlichen, die in der
Bemalung der sogenannten „w/ii7e cro5j-/i>ied"-Ware
der Negade I-Kultur und vor allem der dekorier-
ten Ware von Negade II vollzogen wird, lässt eine
Bewusstseins- und Weltsichtsmutation sichtbar wer-
den, die Differenzierung, Individualisierung und Per-
soniEzierung beinhaltet, ln der Kunst fuhrt dies zur
Entdeckung des plastischen Einzelraums und zur
Entfaltung der Skulptur überhaupt, auf dem Gebiet
des Gefassdekors über die mit Strichmustem gefüllten
Darstellungen des white crossdined-SXidts hinaus zu
den mit Farbe ausgefüllten körperhaften Figuren-
wiedergaben der dekorierten Ware. Diese Maltechnüc -
es kommen auch Ritzmuster auf anderen Gattungen
vorgeschichtlicher ägyptischer Keramüc vor - mag
möglicherweise von den FelsbUdem inspiriert worden
sein, die vom Capsien bis zum ChalkolithUcum be-
kannt sind.
Die flguralen Darstellungen der dekorierten Ware
zeigen eine bedeutende Verselbständigung des Dekors
gegenüber dem Gefässkörper. Die Bilder mit zum
Teil ganz neuen Themen sind zwar in Gruppen auf
der Bildfläche geordnet, haben jedoch keine eigentliche
räumliche Beziehung zu ihr oder unter einander.
Der Hersteller ist seinem Produkt gegenüber selb-
ständiger und bewusster geworden. Dieser Prozess
wird vor allem an den Menschendarstellungen deutlich,
die dem Maler besondere Schwierigkeiten bereiteten.
Er schafft bewusst ein Bild, das die wichtigsten
Aspekte der menschlichen Gestalt in sich vereinigt,
und kommt bei aller Stilisierung und manchmal
Unsicherheit in den bestgelungenen Bildern den
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Wiedergaben historischer Zeit schon sehr nahe. Darin
liegt vielleicht der grösste Reiz dieser Bilder, dass sie
den tiefgehenden Umbruch aus der nordafrikanischen
Vorzeit zu dem, was dabei ist, Ägypten zu werden,
ahnen lassen.
Die ägyptische Abteilung des Medelhavsmuseet in
Stockholm besitzt eine umfangreiche Sammlung von
dekorierter Negade II-Keramik, deren Stöcke fast aus-
schliesslich aus Privatsammlungen stanunen. Herkunft
und Fundzusanunenhänge sind daher fast nie be-
kannt, abgesehen von dreiCefassen (Kat.nr. 81, 139,
148), die bei G. Bruntons Grabungen in Mostaged-
da* zutage kamen. Der grössere Teil der Stockholmer
Sammlung - 135 Exemplare von 155 - ist mit nicht-
flgörlichen Motiven bemalt, 20 Gefösse sind mit
figürlichem Dekor versehen. Alle sollen hier in einem
Katalog vorgelegt werden. Für Dekormotive, Formen-
typologie und Technik lassen sich dabei interessante
Besonderheiten feststellen, für die es möglicherweise
in anderen bisher unpublizierten Sammlungen Paral-
lelen gibt.
Für eine Einteilung ägyptischer vorgeschichtlicher
Keramüc hat Petrie ein System von ,^equence-dates"'*
(SD, Staffeldaten) entwickelt, das 80 relative, chrono-
logisch nicht fixierte Stufen umfasst, ln diesem System
nimmt die Negade U-Kuhur die SD 38/40-80 ein,
einige wenige rotbemalte Gefässe kommen jedoch
schon in SD 31-39, also parallel mit Negade 1, vor^.
Dem Material' nach gehört die gesamte rotbemalte
Ware zur ,^esert-ware"\ der Wöstenware, dem
Dekor* nach zur Gruppe der bemalten, gegenüber mit
Ritzmustem oder Relief verzierten Gattungen. Bemalte
Keramik^ des .^vhite crow-///ied“-Stils von Negade 1
ist charakterisiert durch weissfigurige Malerei, offene
Gefässformen und damit Bevorzugung des Gefassin-
neren als Malfläche sowie geradlinige Ornamentik,
während die Negade ll-Ware durch rotbraune Ma-
lerei, Bevorzugung des Gefässäusseren als Malfläche
und geschlossene Gefässformen sowie durch gebogene
Ornamente* gekennzeichnet ist. Eine interessante
Mischung beider Stile stellt das kleine herzförmig-
längliche Gefäss Kat.nr. 138 dar, das der Form und
dem Dekor nach zu Negade 1 gehört, dem Material
und der Farbe nach aber zu Negade 11.
Hauptkriterium für die Einteilung der hier präsen-
tierten bemalten Gefässe ist die Art des Dekors, in
zweiter Linie die Gefässform. Den Themen der
Bemalung folgend ergeben sich die Gruppen nicht-
figurale bzw. figurale Darstellungen, wobei die nicht-
6
figuralen in Spiralen (Kat.nr. 1-35), Steinimitatkneo
einschliesslich Punkten (Kat.nr. 36-Ö0) und Welke-
linien einschliesslich Netzmustem und Strichen (K^-
nr. 61-135) gegliedert werden können. Die Welks-
linien, die in einigen Fällen das ganze Gefäss um-
ziehen, in anderen aber nur sehr kurz sind, sind nicht
immer in sorgfältiger Zickzacklinie gezeichnet, soo-
dem manchmal nur einmal in der Mitte geknickt oder
nur Striche. Andeutungen von Landschaften sind mög-
licherweise in den Kompositionen von WeDenlnkn
und mit Farbe ausgefüllten Dreiecken, vielleicht
Bergen, zu sehen. Gefösse mit solchem Dekor sind hier
zu den figuralen gerechnet. Die figurale Gruppe um-
fasst weiter als Hauptmotive Pflanzen, Vögel, Schiffe
und Kompositionen mit menschlichen Gestalten (Kal.-
nr. 136-155).
Ein Vergleich mit dem in Petries ,Jh^ekisioric
Corpus**^ - im folgendem nur als Corpus zi-
tiert - zusammengestellten Material, das nach se-
quence-dates eingeteih ist, erlaubt eine gewisse rela-
tive chronologische Gruppierung der Stockhofaner
Sammlung anhand des Auftauchens der Dekormoave.
Wie bereits erwähnt, kommen einige rotbemalte
Gefässe schon ab SD 31 vor. Kat.nr. 88 out
Wellenlinien kommt Corpus lOG (SD 31,41, 61) nahe,
Kat.nr. 44 - Steinimitation - dem Exemplar Corpus
63 C (SD 36-41). Da jedoch beide Stockholmer Stucke
Abweichungen aufweisen, können sie nicht mit Sicher-
heit so früh angesetzt werden. Auch Corpus 68 A -
sphärisch mit senkrechten Wellenbändem - beginot
verhältnismässig früh (SD 39-61); es ist in drei Exem^
plaren im Medelhavsmuseet vertreten (Kat.nr. 97^
98, 99). Einige Stücke der rotbemahen Keramic haboi
Form und Henkel der Wellenhenkelgefösse, die nac^
Petrie von SD 40-80 belegt sind, nach Kaisers Untere
suchungen aber fHlhestens ab SD 46 vorkommes'*]
Diese Diskrepanz zeigt, dass die Anwendbarkeit da
Staffeldatensystems sowie die Rolle der Wellenhenkd
gefässe als Leitkeramik für die Negade Ü-Kulta
überprüft werden müssen. Bei der Erwähnung diese
Ware, die als aus Palästina importierte Gattung gik
sei auf die schwierige Frage des Einflusses m
Vorderasien hingewiesen. Darüber, wie lang anda»
emd und intensiv, ob direkt oder indirekt, mit wekha
Gegenden Vorderasiens und über welche Wege Ko^
takte zwischen diesem Kulturkreis und Ägypd
bestanden haben, herrschen die unterschiedlideta
Ansichten
Es bestehen auch Verbindungen zwischen da
dekorierten Ware und Steingefössen, die vom Be^
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1er historischen Zeit an die Tongefasse in ihrer
Deutung als Bestandteil derGrabausrüstung zurück-
Irängen. Von vorgeschichtlichen bunten Steingefassen
phärischer Form mit Schnurösen sind sowohl die
lestalt als auch die Oberflächenstruktur in Keramik
mitiert worden. Die Tonoberfläche ist manchmal mit
inem unregelmässigen, gesprenkelten Muster bemalt
('Orden, um den kostbareren Stein nachzuahmen
cf. Kat.nr. 36-60), welches Verfeihren von SD 36-78
orkommt^. Daneben sind Bemalungen mit Wellen-
nien sehr häufig, die möglicherweise auf den Inhalt
er Gefasse gedeutet haben könnten, aber auch in
inigen Fällen einem Tragnetz aus Flechtwerk nahe-
ommen. Dieser Dekor kommt in den verschiedensten
ibwandhingen von SD 31 (cf. Corpus 10 G) bis zum
lode der prähistorischen Epoche vor (cf. Kat.nr.
1-135)“. Ein weiteres reich belegtes Motiv ist die
pirale (Kat.nr. 1-35), die um SD 40 erscheint und
is SD 63 als Dekor verwendet wird; ihre Bedeutung
t nicht mit Sicherheit eindeutig festzulegen*''. Spät -
^ SD 69 - erscheinen ferner grosse bauchige Gefasse
it kommaartigen Strichen“ (cf. Corpus 66B ff.; Kat.
r. 116-119). Spät ist auch ein dickwandiger flaschen-
tiger Typ mit engem Hals (cf. Kat.nr. 111)“ und ein
) grossformatiger wie Kat.nr. 109, dessen Form
!tries Gruppe entspricht*^.
Nach Petries Klassifizierung erscheint ab SD 40
isser der Spirale auch eine Pflanzenart (cf. Corpus
) A). die schon 1897 von G. Schweinfiirth als Aloe,
mn auch als abessinische Banane identifiziert worden
t*‘. Zur magisch-religösen Bedeutung der Aloe bei
m Völkern der afrikanischen Trockenzone, ihrer
eben und Schutz spendenden Funktion, die mit ihrem
(hen Wassergehalt zusammenhängt, hat H. Baumann
ndrucksvoUes Material präsentiert**. Da auch im mo-
men Ägypten die Sitte besteht, Töpfe mit Aloen
f Gräber zu stellen, da sie mit ihrem geringen
asserbedarf trotz Hitze und Trockenheit die Dauer
s Lebens symbolisieren, darf dieser Pflanze wohl
ch für die prähistorische Epoche eine ähnliche
deutung zugeschrieben werden. Die Aloe erscheint
f den Gefassen Kat.nr. 140 und 141 als Haupt-
kormotiv, auf Kat.nr. 148 und 150 im Zusammen-
ng mit Schiffsdarstellungen.
Ein weiteres Motiv - cf. Corpus 36 P und Kat.nr.
140, 141, 145, 147, 149, 150 -scheint am ehesten
len Baum darzustellen, ist aber auch als Fächer
d noch unwahrscheinlicher als Schmetterling he-
chtet worden*®.
\b SD 40 kommen weiterhin Antilopen- und
Bockarten vor, deren nähere Bestimmung unsicher ist
Corpus 36 C)**. Auf den Gefassen Kat.nr. 154 und
155, den einzigen mit Böcken im Medelhavsmuseet,
ist offensichtlich beidemal dieselbe Art - einmal sehr
schön, das andere Mal ganz flüchtig - wiedergegeben
mit in grossem Bogen zum Rücken hin geschwungenen
Hörnern.
Mit SD 45 beginnen dann die sehr interessanten
Schiffsbilder {Corpus 40 ff.)**. Ein Schiff in Draufsicht
auf einer Negade 1-Schale enthält schon die wichtig-
sten Bestandteile, die auch in Negade II - da aber
in Seitenansicht - abgebildet zu werden pflegen:
viele Ruder, zwei Kabinen, Zweig am Bug. Bei
diesem Schiffstyp ist der Schiffskörper meist mit
hochgezogenem Bug und Heck, seltener ziemlich
flach wiedergegeben. Am Bug befinden sich ein bis
vier Zweige**. Hinter der zweiten Kabine steht eine
Standarte, die möglicherweise ein Hafenzeichen ist
oder auch die Familie oder den Gau des Schiffseigen-
tümers angeben könnte, manchmal aber auch an
Göttersymbole historischer Zeit erinnert*^. Nach B.
Landströms Untersuchungen** muss dieser Schiffstyp
als Holzkonstruktion angesehen werden, die im ein-
fachsten Falle aus den Bauteilen Boden und zwei
Wänden bestand. Schiffe dieser Art kommen auf acht
der elf Stockholmer Gefasse mit Schiffsdarstellungen
vor (Kat.nr. 144-151). Ein derartiges^Fahrzeug scheint
auch auf Kat.nr. 154 gemeint zu sein, wo nur ein
Schiffskörper ohne Aufbauten und Ruder sehr flüchtig
skizziert ist. Hinsichtlich der Standarten ist eine
Besonderheit auf Gefäss Kat.nr. 150 zu vermerken:
dort sind drei Paar Hörner auf einer Querstange
abgebildet, welcher Typ bei Petrie nicht verzeichnet
ist.
Neben diesem Schiffstyp aus Holz gibt es auch
Papyrusflösse, die seltener auf der dekorierten Ware,
dagegen öfter in Felsbildem abgebildet sind. Land-
ström nimmt weiterhin an*®, dass diese auch in Holz
übersetzt wurden, was eine eindeutige Bestimmung der
Gefässbilder erschwert. Entweder Papyrusflösse oder
Holznachbildungen sind auf den beiden kleinen fast
identischen Gefössen Kat.nr. 152 und 153 wiederge-
geben. Der Dekor beider gleicht im ganzen dem einiger
Gefasse, deren eigentümliche Bemalung als modern
betrachtet worden ist*^. Die Fahrzeuge sind folgender-
massen beschaffen: der Schiffskörper ist ähnlich ge-
bogen wie im Falle der Holzschiffe, an einem Ende
aber zu einer Spirale aufgeschwungen. Die senkrechte
Strichelung dürfte die Seile andeuten, mit denen die
Papyrusbündel zusammengebunden wurden. Ruder
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fehlen, ln der Mitte erhebt sich ein hoher Stamm mit
zwei an Zweige oder Fächer erinnernden Wedeln,
die je eine Hälfte des Fahrzeuges überschatten. An
den Stamm ist rechts und links je eine Kabine
ungewöhnlichen Typs gelehnt, in der eine schema-
tisch wiedergegebene wohl weibliche Gestalt steht,
eine ähnliche befindet sich auch rechts und links
ausserhalb der Kabinen. Der Kopf ist als Punkt
abgebildet, welcher direkt oder über einen den Hals
andeutenden Strich mit dem als Dreieck stilisierten
Körper verbunden ist. Gliedmassen fehlen ganz. Es
muss offen bleiben, ob dieser Dekor genuin oder
modern ist. Problematisch sind auch die seltsam
verschlungenen Gebilde auf Kat. nr. 137.
Manchmal sind Tiere oder menschliche Gestalten
in den freien Raum oberhalb der Schiffe eingefügt.
Im Medelhavsmuseet gibt es dafür nur das Gefäss
Kat.nr. 151 als Beispiel, auf dem oberhalb der Ka-
binen auf der einen Ansichtsseite eine Frau mit er-
hobenen Armen, auf der anderen eine ähnliche Frau
und ein Mann wiedergegeben sind. Ob es sich hier und
in entsprechenden Fällen um zusammenhängende
Szenen handelt und welchen Sinn diese haben könnten,
ist schwierig zu entscheiden. Schiffe haben in Ägypten
zu allen Zeiten als Verkehrs- und Transportmittel
sowie auch im Toten- und Götterkult eine hervor-
ragende Rolle gespielt. Aus Texten historischer Zeit
ist gut bekannt, dass der Tote mit dem Sonnengott
im Schiff über den Himmel oder zum Osiriskultort
Abydos fahren möchte***. Möglicherweise liegt ein
ähnlicher Sinn schon den Gefässdarstellungen, die ja
den Toten in dieGräber mitgegeben wurden, zugrunde,
ohne dass dies jedoch im einzelnen nachgewiesen
werden könnte.
Frauen mit erhobenen Armen erscheinen auch auf
dem Stockholmer Gefäss Kat.nr. 155, das in einem
Kreis Böcke, einen Flamingo und weibliche Gestalten
in sehr schöner schwungvoller Malerei zwischen Wel-
lenlinien und Dreiecksketten aufreiht. Die Frauen sind
viel sorgfältiger und differenzierter wiedergegeben als
in den meisten anderen Fällen. Unterhalb des langen
Gewandes sind beide Füsse im Profil abgebildet,
während sonst meist nur ein auf der Spitze stehendes
Dreieck ganz schematisch Unterkörper und Beine
andeutet. In den Kulturen Negade 1 und 11 erscheinen
Frauen mit ähnlicher Haltung sowohl in der Rund-
plastik als auch in der Gefässmalerei und da be-
sonders auf der dekorierten Ware*^. Der Gestus mit
der charakteristischen Armhaltung kann als Tanz^**
gedeutet werden, was dadurch gestützt wird, dass
8
manchmal Männer mit Klapperinstrumenten neben den
Frauen abgebildet sind. Auf dem einzigen Stockholmer
Gefass, das Männer und Frauen zusammen zeigt (Kat.-
nr. 151), ist der Mann im Profil mit angewinkehen
Armen ohne Instrument vor einer Tanzenden wieder-
gegeben. Ob mit der Frau ein göttliches Wesen,
möglicherweise eine Vorform der Hathor gemeint ist.
ist offen*'. Die Armhaltung ist auch als Klage- oder
Schutzgestus aufgefasst worden**. Das braucht nicht
im Widerspruch zur Deutung als Tanz zu stehen, da
klagende oder schützende Gebärden ja tänzerisch auv
geformt werden können. Sie gehörten ihrem Sinne
nach zu Tod und Begräbnis. Stattdessen kann abet
auch an den Tanz als Erfreuung und an die Bildci
als magische Mittel zur Wiederholung irdischer Phäno
mene im Jenseits gedacht werden.
Ein weiteres dem Stil und der Komposition dd
Dekors nach einzigartiges Gefäss der Stockholmd
Sammlung sei noch besonders erwähnt. Es ist da|
Wellenhenkelgefäss Kat.nr. 154, das in flüchtig^
Malweise vier Motive lose über den Gefasskörp^
verstreut trägt, einen Bock, wohl einen Schiffskörp«
ohne Ruder und Aufbauten, einen Flamingo und eind
Mann.
Weiterhin erscheint ab SD 46 eine Vogelart iCorpti
41 M), die man erst als Strauss, dann als Flamin^
identifiziert hat** und die meist in Gruppen auftriil
Der Körper ist gewöhnlich ganz mit Farbe ausgeß^
und nur sehr selten gestrichelt. Diese Vögel sind ai
vier Stockholmer Gefässen abgebildet: auf Kat.d
142 und 143 umziehen sie das ganze Gefass, auf Ij
und 155 ist nur je einer wiedergegeben, der cnl
mit zwei extra gezeichneten Federn oder der Andel
tung eines Flügels, was auch auf Corpus 43 C
kommt. I
Neu sind ferner Reihen von mit Farbe geftilH
Dreiecken {Corpus 54 ff.), die als Berge angesel^
worden sind, so dass manchmal ganze Landschaft
wiedergegeben sein könnten*^. Diese naturalistisd
Deutung ist jedoch nicht völlig sicher. Vandid
bezeichnet die Dreiecke als Überbleibsel aus Negd
I, wo sie aber gestrichelt waren. Diese ,, Berge*' ^
sammen mit Wellenlinien allein erscheinen auf ^
Gefässen Kat.nr. 136 und 137. Sonst sind i
Dreiecke im Zusammenhang mit Vögeln (Katj
142 und 143: da auch Wellen) sowie mit Fraid
Antilopen und einem Vogel (Kat.nr. 155) wiedl
gegeben. |
Einige merkwürdige nicht sicher deutbare Zeidl
sind die folgenden: ein Gebilde, das als Schild
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iegel angesehen worden ist^ und das auf Kat.nr.
48 und 150 vorkommt, und Zeichen wie S, Z, N
i.ä., in denen man fliegende Vögel sehen wollte, was
!doch unsicher ist*^.
Alle diese naturalistischen Motive nehmen um SD
0 ab und verschwinden ganz mit SD 63. Neue
ypen erscheinen, z.B. bauchige Gefasse mit einem
meren Rand als Halt für einen Deckel (Corpus 74:
D 64/65-77/80), ausserdem grosse Krüge mit grob
szeichneten Tierfiguren (Corpus 78 B:ab SD 60) und
!:hliesslich mit konunaartigen Strichen (Corpus 66
-P:ab SD 69)". Diese letzte Gruppe ist im Medel-
avsmuseet durch die Exemplare Kat.nr. 116-119
Bftretcn.
Für die formentypologische Einofdnung ist hier
andiers im Manuel vorgenommene Klassifizierung
igninde gelegt worden". Diese unterscheidet drei
aupttypen: herzförmig (cordiforme, cf. Corpus 16
), sphärisch (sphirique, cf. Corpus 61 A) und läng-
* {albnge, cf. Corpus 26 B), was seltener ist. Die
»den ersten Typen bilden mit 58 bzw. 48 den grössten
nteil der Stockholmer Sammlung. Dazu kommen
vei der seltenen länglichen Gefösse (Kat.nr. 104:
Dglich-bauchig, Kat.nr. 105), 5 der ebenfalls seltenen
^iden (Corpus 26 A; Katn.nr. 44, 54, 88, 109, 125),
dekorierte Wellenhenkelgefässe (Kat.nr. 48, 100,
>1, 102, 103 mit zwei Schnurösen ausserdem, 129,
6, 154), 3 der seltenen Deckelgefassc^®, jedoch nur
OS mit einem erhaltenen Deckel (Kat.nr. 115, 137;
0 mit Deckel), 2 Zwillingsgefösse^* (Kat.nr. 6, 146),
dcher Typ häufiger in Negade 1 vorkommt, eine
enfalls aus Negade 1 besser bekannte offene Schale
at.nr. 114), dazu ein kleines becherförmiges Gefäss
at.nr. 113) und eins mit abgesetztem Fuss (Kat.nr.
)^. Möglicherweise könnte noch ein vierter Haupt-
} ausgesondert werden; es handelt sich dabei um
luminöse Gefasse mit rundem Rand und ebener
mdfläche, oft ohne Henkel (Corpus 26 G), die hier
„bauchig*' bezeichnet werden und mit 26 Exem-
iren vertreten sind (Kat.nr. 132, 139, 143, 149 und
1 haben Henkel).
^ den Henkeb ist zu bemerken, dass die meisten
zförmigen und sphärischen Gefasse zwei breite
agerechte durchbohrte oder auch nur angebohrte
tmurösen aufweisen. Zwei sphärische Gefasse -
Inr. 31 und 56 - haben ausser diesen Ösen noch
ei Griffe, wofür es ein Vergleichsstück aus Gebelein
t^. Häufiger sind Gefasse mit Wellenhenkeln (Kat.
48, 100, 101, 102, 129, 136, 154), während es für
ei Schnurösen und zwei Wellenhenkel nur ein
luUetin 10 1975
Beispiel (Kat.nr. 103) in der Sammlung des Medel-
havsmuseet gibt^. Einige Stücke sind mit drei schma-
len waagerecht durchbohrten Schnurösen versehen'^
(Kat.nr. 53, 139, 143, 149) bzw. mit zwei solchen
(Kat. nr. 108). ln einem Fall sind diese Ösen nicht
durchbohrt (Kat.nr. 155). Auf eine. Eigentümlichkeit,
die bisher nicht dokumentiert zu sein scheint, sei noch
aufmerksam gemacht: das bauchige Gefass Kat.nr. 132
hat zwei breite waagerechte Griffe, von denen jeder
zwei senkrecht gebohrte Löcher aufweist. Das kleine
sphärische Gefäss Kat.nr. 112 ist mit ebenfeüls
senkrecht durchbohrten schmalen Ösen versehen,
während Kat.nr. 138 ziemlich breite waagerechte
Henkel mit senkrechter Durchbohrung hat.
Die Herstellung von Tongefössen ist von A. Lucas"
ausführlich beschrieben worden. Bei der Fabrücation
von dekorierter Negade Il-Ware wurde nicht Nil-
schlamm verwandt, sondern ein Wüstenprodukt,
bestehend aus sehr feinem Ton und sehr feinem
Kalziumkarbonat. Vorkommen vor allem in Ober-,
aber auch in Mittelägypten sind bekannt. Aus diesem
Material wurden Gefässe mit der Hand geformt.
Möglicherweise hatte man auch eine Matte auf dem
Boden, die rotieren konnte. Darüber, ob schon eine
langsame handbewegte Töpferscheibe in Gebrauch
war, herrschen verschiedene Ansichten^^. Die Hälse
einiger Gefässe sehen so aus, als ob sie gesondert
gedreht und dann eingesetzt worden seien (cf. Kat.nr.
59, 105, 106, 107, 109, 111, 116, 117, 118, 120, 121,
122, 123, 125, 126, 127, 130, 132, 133, 134, 135), doch
reichte hierzu vielleicht die rotierende Matte. Sobald
ein Gefäss fertig geformt war, wurde es oft mit der
nassen Hand geglättet, was manchmal den Eindruck
erweckt, als sei ein Slip aus feinem Ton aufgetragen
worden. Ein Slip, d.h. ein Überzug aus einer Ton-
Wasser-Mischung mit oder ohne Pigment, wird jedoch
erst aufgetragen, wenn das Gefäss lederhart getrocknet
ist. Dasselbe gilt für das Anbringen eines Farbüber-
zuges (wash), der aus einer Pigment-Wasser-Lösung
besteht. Am fertigen gebrannten Geföss ist oft
schwer zu unterscheiden, welche der drei Arten der
Oberflächenbehandlung - Glätten, Slip oder Farbüber-
zug - angewandt worden ist.
Die Farbe der dekorierten Negade Il-Ware ist
graubeige oder rötlich. Dieser Unterschied in der
Färbung beruht wahrscheinlich nur auf Temperatur-
unterschieden bei der Brennung. Um eine graue
Nuance zu erzielen, ist eine Temperatur von etwa
1000'’ Celsius notwendig, während 500-600'’ reichen,
um ein Tongefäss wasserundurchlässig zu machen.
9
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Die graubeige Farbe scheint die beliebtere gewesen
zu sein, da in einigen Fällen ein heller Slip auf den
rötlichen Ton au^etragen worden ist. Dies scheint
bei den Gefässen Kat.nr. 3, 8, 12, 18, 20, 21, 25, 30,
37, 41, 48, 52, 60, 61, 66, 69, 71, 110, 120, 125, 126,
128, 133, 148, 152, 153 der Fall zu sein. Ein solcher
Slip bot, ausser dass er dem Gefäss grössere Dichte
verlieh, einen ausgezeichneten Malgrund, von dem
sich der vor dem Brennen angebrachte Dekor in rot-
braunem Eisenoxyd deutlicher abhob als von einem
rötlichen Grund. Es ist deshalb die Vermutung geäus-
sert worden^, dass fast alle dekorierten Negade 11-
Gefässe mit einem hellen Überzug versehen gewesen
seien, der sich beim Reinigen im Wasser au^elöst
habe und deshalb heute in vielen Fällen verschwunden
sei. Dies möchte man gern för z.B. Kat.nr. 154 an-
nehmen, dessen kräftig rote Grundfeu'be die Malereien
kaum bervortreten lässt.
Eine weitere Art der Oberflächenbehandlung, die
bei Kat.nr. 13, 18, 20, 27, 36, 57, 58, 68, 73, 98, 100,
119, 129, 136, 142, 143, 144 angewandt worden ist^,
ist Polieren. Ein Gefass mit oder ohne Farbuberzug
kann, kurz bevor es ganz trocken ist, mit einem
glatten Stein o.ä. poliert werden, wodurch sich die
Farbe ändert. Wird es dann noch gebrannt, so ist die
Oberfläche soviel dunkler als der Bruch, dass man
auch hier wieder an einen Slip denken könnte, obwohl
das Polieren allein die Veränderung bewirkt haben
kann.
Die Negade 11-Kultur hat sich weiter als irgend eine
* Vgl. etwa Wolf, Die Kunst Ägyptens, 29 ff. und vor allem
Gebser, Ursprung und Gegenwart*, 55 ff., 71 ff.
* Brunton, Mostagedda, pl. XXXII 6: 1611«pl. XXXV 14
(Kat.nr. 139) und pl. XXXU 6: 221-pl. XXXV 17 (Kat.nr.
148), ausserdem Kat.nr. 81, das nicht abgebddet ist.
* Petrie, Diospolis parva, 4 ff.; idem, Prehistoric Egypt,
3 ff. Zur Revision cf. Kaiser, Stand und Probleme der
ägyptischen Vorgeschichtsforscbung; idem. Zur inneren
Chronologie der Naqadakultur.
* Petrie, Prehistoric Egypt, 16; Vandier, Manuel I, 330 f.
führt Beispiele für Stilmischungen an.
*Mond-Myers, Armant 1, 49 ff. geben eine gegenüber
Petrie bedeutend fundiertere Typologie mit dem Material als
erstem Kriterium. Siehe auch Lucas, Materials^, 383.
* Cf. Mond-Myers, op.cit., 51.
^Zu Petries Inkonsequenz, nur die bemalte Negade II-
Keramik als ,4ecorated wäre** zu bezeichnen, die der
Negade 1 -Kultur dagegen als ,, white crossdined** cf. Pect,
The Classification of Egyptian Pottery. Willkürlich ist auch
10
andere der prähistorischen Kulturen Ägyptens ausgej
dehnt, ihr Ausbreitungsgebiet reicht bis Unterägyptei^
im Norden und bis Untemubien im Süden. Siedlungen
sind nur wenige ausreichend untersucht, Friedhöfi
dagegen in grosser Anzahl bekannt. Die rekherefi
Gräber sind bereits rechteckig, die ärmeren nod^
rund*^. Zu den kostbaren Stöcken derGrabausrüstuni
gehören die rotdekorierten Gefässe. G. Möller** be^
merkt, dass sie sich in Abusir el-Meleq meist in de^
Nähe der Hände des Toten unter den Toilettengtgen^
ständen befunden hätten, was vielleicht auf ihren Vcr^
wendungszweck deutet, ln Bruntons Bemerkungen
zum Inhalt der Keramik, die er in Gräbern gefunden
hat", Anden sich für die dekorierte Ware folgend^
Angaben: Schlanun, ein fettiger Stoff, Reste von viclj
leicht Bier und Brei, rosafarbene und harzartig^
Sedimente, dazu ein aromatischer Geruch sind fest^
gestellt worden, die auf Gaben für den persönlichen
Gebrauch des Toten im Jenseits deuten. I
I
Aus der Erde, aus dem Innern der Gräber sind diesn
Schöpfungen früher Menschheit wieder ans Tageslicht
getreten. Ihre Bilder begegnen uns nach Jahrtausendett
mit derseß>en Spannung und Kraft, aus welcher sie
geschaffen sind. Im Jetzt erscheinen aus der Ver-|
gangenheh die in einem ewigen Tanz sich bewegende^
Frauen, ziehen die Reiben der Vögel und Böcke, einsti
erste Zeichen nach Ausdruck und Selbsterkenntnis
strebender Menschen, heute immer präsente Eriih
nerungsbilder unserer eigenen Geschichte.
seine Einteilung der Wellenhenkelgefässe, die, wenn sie ein
Netzmuster tragen, zu ,,wavy handled** gerechnet sind, wenn
sie dagegen anders dekoriert sind, zu ^4ecorated** gezähti
werden; Prehistoric Egypt Corpus, pl. XXX-XXXI.
* Scharff, Altertümer I, 142; dort auch seine Unterscheidung
der figürlichen Darstellungen beider Kulturen.
* Op.cit., Decorated wäre, pl. XXXl-XXXVü und idemj
Prehistoric Egypt, 16 ff.
** Kaiser, Stand und Probleme, 95.
** Zur Diskussion der Theorien cf. Ward, Relations be-
tween Egypt and Mesopotamia.
**Zur Frage der Steinimitationen cf. Petrie, Prehistoric
Egypt, 17; Möller, Abusir el-Meleq, 20; Scharff, op.cit.,
143; Baumgartel, Cultures I, 86 ff.; Vandier, op.dt., 332 f.
** Petrie, Prehistoric Egypt, 17; Vandier, op.cit., 344.
*^Zur Diskussion der verschiedenen Interpretationen cf.
Vandier, op.cit., 334; zur symbolischen Bedeutung Thausing,
Das Symbol der Spirale im alten Ägypten.
** Petrie. Prehistoric Egypt, 17. j
I
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Cf. Schaiff, op.cit, 153; Baumgartel, op.ch. I, 88.
Scharff, 153 und Taf. 34 Nr. 342.
Zur Aloe cf. Petrie, Prehistoric Egypt, 18; Vandier, op dt.,
MfT. Zur Banane: Laurent-Täckholm, The Plant of Naqada,
ad Larsen, On a Detail of the Naqada Plant.
Baumann, Bemerkungen zur kultisch-mythischen Bedeu-
ng der Aloe in Afrika.
Gegen die Deutung als Schmetteiling vor allem Keimer,
mddoques en forme d'insectes. Cf. auch Vandier, op.cit.,
14 ff.
Vandier, op.pit., 336. Antilopenarten sind schon aus
egade IDarsteUungen bekannt.
Zu älteren Deutungen cf. Vandier, op.cit., 336 ff. Zu
;yptischen Schiffen allgemein: Landström, Ships of the
tnraohs. Zu Schiffs- und Figurendaistellungen im Ver-
eich mit dem dekorierten Grab von Hierakonpolis cf.
antor, The Final Phase of Predynastic Culture.
Cf. Petrie, Prehistoric Egypt, 19 zur Klassifizierung und
inordnung ins SD-System.
Petrie, op.cit., 19 f. und pl. XXIII. Vandier, op.cit., 340 f.
M die Schwierigkeiten und Unsicherheiten der Deutungen
JTvor.
Landström, op.cit., 11 ff.
Ibkl., 19.
Bnmton, Modem Painting on Predynastic Pots.
Cf. Otto, Ägypten*, 28 f.
Needler, Six Predynastic Human Figures in the Royal
ntario Museum.
So z.B. Brunner-Traut, Der Tanz im alten Ägypten, 1 1 f.
Murray, Burial Customs and Beliefs in the Hereafter in
redynastic Egypt.
** Brunner-Traut, op.cit., 11: Klagegestus. Homblower,
Predynastic Figures of Women and their Successors, denkt
an einen mütterlichen Schutzgestus. Baumgartel, op.cit., II,
71 sieht in den Plastiken Exvotos an eine Fruchtbarkeits-
göttin, die auch im Jenseits Nachkommen gewähren sollte.
** Vandier, op.cit., 342 f.
** Petrie, Diospolis parva, 16.
** Vandier, op.cit., 343 f.
»Mbid.,346f.
»» Ibid., 347.
•* Petrie, Prehistoric Egypt, 17.
** Vandier, op.cit., 332. Cf. auch Frankfort, Studies I, % mit
vier Klassen.
^®Cf. Scharff, op.cit., 144.
Vandier, op.cit., 332.
Dieser Typ ist ohne Bemalung aus Matmar bekannt:
Brunton, Matmar, pl. XII, nr. 21.
^ de Morgan, L*äge de la pierre, pl. VIII nr. 2.
Cf. Petrie, Prehistoric Egypt Corpus, 2D, K, S; 13 D.
Petrie, op.cit., 59 C, P. Diese Schnurösen werden von
Baumgartel, op.cit., 1, 71 ff. von Susa heigeleitet, sie kommen
auch in Mesopotamien und Palästina vor.
^ Lucas, op.cit., 367 ff.
^ Baumgartel, Predynastic Egypt, 28; Mond^yers, op.cit.,
167 und 177 ff.
^Cf. Lucas, op.cit., 383 zur Diskussion der verschiedenen
Ansichten.
^ Möller, op.cit., Taf. 12 Nr. 35 und S. 22.
** Baumgartel, Predynastic Egypt, 21 ff.
Möller, op.cit., 21.
** Brunton, Mostagedda, 84 f.; idem, Matmar, 18.
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II
Zitierte Literatur
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tung der Aloe in Afrika, Mitteilungen der anthropolo-
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Vn, 1964 .
W. Wolf, Die Kunst Ägyptens, Stuttgart 1957.
12
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Katalog
Jede Katalogangabe umfasst fünf Punkte:
1. Katalognummer, Inventamummer, sofern bekannt
den Herkunftsort und die Masse, wobei H die
Höhe, ÄD den grössten äusseren Durchmesser des
Gefasskörpers, ÖD den inneren Durchmesser der
Öffnung und StD den Durchmesser der Standfläche
bezeichnet.
2. Erhaltungszustand und Farbe des Materials.
3. Beschreibung der Form des Gefasskörpers, von
Henkeln, Rand und Standfläche.
4. Beschreibung des Dekors.
5. Einordnung anhand von Petries Corpus mit seinen
,jsequence dates"" sowie anhand anderer Publika-
tionen prähistorischer Grabungen.
Spiralen Nr. 1-35
Steinimitationen Nr. 36-60
Wellenlinien Nr. 61-135
Figuraler Dekor Nr. 136-155
13
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1. MM 18793: H 8.3. AD 6.2. ÖD 3. StD 2.1 cm
Eine Schnuröse mitsamt der Partie unterhalb von ihr
ist noodem ergänzt, ebenso ein Stück unterhalb der
anderen Öse und im Rand. Abgegriffene Oberfläche.
Beige-brauner Ton.
Herzförmig. Zwei waagerechte durchbohrte Schnur-
ösen - eine davon modern - gerader Rand, unebene
kleine Standfläche.
Die beiden Hauptansichtsflächen tragen je eine
grosse Spirale. Vom Rand ausgehend über die eine
Öse, über den Gefässboden und die andere Öse
laufen drei parallele Wellenlinien zu der gegenüber-
liegenden Stelle am Rand. Dieser trägt Reste von
Bemalung.
Cf. etwa Corpus 31 A-G (nach Petrie, Prehistoric
IS: SD 40-45), die jedoch abweichende Wel-
lenmuster aufweisen.
2. MM 18862:H7,7,ÄD6,l,ÖD2,75-2,9,SlDl,8cn
Beschädigter Rand, stellenweise stark korrodienc
Gefassoberfläche. Beige-brauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Zwei grosse Spiralen bedecken die AnsichtsseHn
zwischen den Henkeln; vom Rand an bis auf diese snid
waagerechte Wellenlinien gemalt. Unter einem Henkel
beginneiKl läuft eine senkrechte Linie über dk
Standfläche bis unter den andern Henkel. Farbspurd
finden sich auf dem Rand.
Corpus 31 G (nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18
SD 40-45) kommt am nächsten, das jedoch woÜ
grösser und etwas reicher dekoriert ist.
14
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. MM 18 860: H 1 1,7, ÄD 8,8, ÖD 4,35-4,5, StD 1 cm
4. MM 18 861: H 10,9, ÄD 7, ÖD 3,7-3,9, StD 1 cm
itakt. Stark korrodierte Gefässoberfläche. Roter Ton,
»scheinend mit stellenweise erhaltenem hellerem
fberzug.
Herzförmig, fast ovoid. Zwei breite waagerechte
jrchbohrte Schnurösen, gerader Rand, unebene
tandfläche.
Je eine grosse Spirale füllt die Vorder- und die
uckseite zwischen den Henkeln aus. Von Rand zu
and über die Henkel und die Standfläche ziehen sich
irze waagerechte Wellenlinien, die nur noch teil-
eise erhalten sind. Der Rand trägt Spuren von
Mizentrischen Wellenlinien.
Corpus 31 A (SD 47-48) und B (SD 40-45). Zum
berzug cf. Lucas, Materials^^ 383 und die dort
tierte Literatur.
Drei Herausschläge im Rand. Beige-brauner Ton.
Herzförmig, fast ovoid. Zwei breite waagerechte
durchbohrte Schnurösen, gerader Rand, unebene
Standfläche.
Zwei grosse Spiralen bedecken die Ansichtsseiten
zwischen den Henkeln, eine weitere beginnt auf der
Standfläche und umläuft den Fuss. Vom Rand aus bis
auf jeden Henkel sind je drei waagerechte Wellen-
linien gemalt, unter den Henkeln ziehen sich je vier
senkrechte gegen den Fuss. Der Rand trägt eine
kreisförmige Wellenlinie.
Corpus 31 G, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18:
SD 40-45.
15
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5. MM 10 288: H 14,3, AD 10,5, ÖD 5,3-5,45, StD
2.7 cm
Intakt bis auf leichte Obeiflächenabschörfungen.
Beige-brauner T on .
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Vorder- und Rückseite zwischen den Henkeln sind
mit je einer grossen Spirale ausgefüllt. Vom Rand
aus über beide Henkel und die Standfläche laufen
waagerechte Wellenlinien. Der Rand ist mit zu ihm
senkrecht stehenden Wellenlinien bemalt.
Corpus 31 A (SD 47. 48) und B (SD 40-45).
6. MM 18 863: H 8.6, ÄD 5.7. ÖD 3-3,25, SiD 2.75 ciB
Ursprünglich ein Zwillingsgeföss, eins ist jedoch
vollständig abgeschlagen. Moderne Gipsreparatur M
Rand. Beige-brauner Ton.
Herzförmig. Eine breite waagerechte durchbohr«
Schnuröse, gerader Rand, unebene Standfläche.
Je eine Spirale bedeckt die Ansichtsflächen, ei«
weitere beginnt auf der Standfläche und zieht sich i«
den Fuss. Vom Rand an bis über die Schnuröse sni
zehn waagerechte Wellenlinien gemalt, unter der Ö«
gehen fünf senkrechte gegen den Fuss hin. Senkrechil
Wellenlinien laufen auch um die AnsatzsteOe dd
zweiten Gefässes.
Zwillingsgefasse sind Corpus 33 A und B, die jedod
einfacher dekoriert sind. Im Dekor kommt 31 G (nad
Pctrie, Prehistoric Egypt, 18: SD 40-45) am nächstes
Zwillingsgefasse sind in Negade I häufiger als i
Negade II.
16
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MM 10 294; H 13, ÄD 8,6, ÖD 4,65, SO 2,8 cm
:akt bis auf leichte Beschädigungen am Rand,
ige-brauner Ton.
[herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
[inurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Viehrere Spiralen bedecken Gefassoberfläche und
indfläche. Wellenlinien sind waagerecht über die
nkel, schräg zwischen die Spiralen und kon-
itrisch auf den Rand gemalt.
7orpus 32 L kommt am nächsten, nach Petrie,
•hisforic Egypt, 18: etwa SD 58-63; besser noch:
iinton/Caton-Thompson, Badarian CivUisation, pl.
[XIX 31 T (SD 40-52).
8. MM 18859: H 13,3, ÄD 8,3, ÖD 4,8-5,05, StD
2,3-2,6 cm
Intakt. Rötlicher Ton mit hellerem Überzug.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Mehrere Spiralen bedecken Gefässkörper und Stand-
fläche, dazwischen sind an zwei Stellen waagerechte
Wellenlinien gezeichnet, die auch über einen Henkel
laufen. Der Rand trägt ein Rhombenmuster.
Corpus 32 L (nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18:
etwa SD 58-63) kommt am nächsten; besser noch
lässt sich vergleichen: Bninton/Caton-Thompson,
Badarian CivUisation, pl. XXXIX 31 T (SD 40-52).
Zum Überzug cf. Lucas, Materials^, 383 und die dort
zitierte Literatur.
tuUetin tO 1975
17
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9. MM 14 713: H 11,5, ÄD 8.9, ÖD 3.15-3,25, SiD
2,15 cm
Herausschläge im Rand, modern geklebte Sprünge.
Rötlicher Ton mit stellenweise hellem Belag.
Unregelmässig herzförmig. Zwei breite waagerechte
durchbohrte Schnurösen, gerader Rand, unebene
Standfläche.
Mehrere Spiralen mit eingestreuten Wellenlinien be-
decken den Gefasskörper. Waagerechte Wellenlinien
sind unter und auf den Rand sowie auf die Henkel
gemalt.
Corpus 32 L, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18:
etwa SD 58-63.
10. MM 18 858: H 18,9, ÄD 14,7, ÖD 6,9-7.3, Stf)
5,1 cm
Der ganze untere Gefässteil war abgeschlagen und ist,
soweit die Scherben noch vorhanden waren, modern
zusammengeklebt; sieben Löcher sind geblieben.
Beige-brauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbofand
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Grosse Spiralen bedecken den ganzen GefösskörperJ
Über die Henkel laufen waagerechte Wellenlinieiu
zwei schräge sind auch zwischen die Spiralen gemalt.
Den Rand umziehen zu ihm parallele WeHenlinkn^
abschnitte.
Corpus 35 B (SD 46-52, 59) und N (nach Petrie]
Prehistoric Egypt, 18: etwa SD 58-63) sind ent-
sprechend.
18
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1. MM 10295: H 18,4, ÄD 13,8, ÖD 7,45, StD 6,2 cm
dichte Beschädigungen am Rand und in der Gefass-
berfläche. Beige-brauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte
chnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Der Gefasskörper und die Standfläche sind mit
piralen und eingestreuten Wellenlinien bemalt,
eiche letzten sich auch in waagerechter Richtung
btT die Henkel bis zum Rand ziehen. Dieser trägt
^ei konzentrische Wellenkreise.
Vgl. Corpus 32 L oder auch das grössere Gefäss
5 N, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18: beide etwa
D 58-63. Früher abgebildet in Egyptiska museet
\ockholm, Taf. 2 links.
12. MM 18 864: H 8,7, ÄD 6,9, ÖD 3,65, StD 2,5 cm
Das Gefäss war zerbrochen und ist modern zusam-
mengeklebt. Löcher im Gefasskörper und Henkel sind
modern gefüllt. Rötlicher Ton mit hellerem Überzug.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Gefasskörper, Henkel und Standfläche sind ‘mit
vielen kleinen Spiralen bedeckt, am Hals sind ein paar
senkrechte Wellenlinien eingestreut. Solche sind auch
auf den Rand gemalt.
Corpus 31 S, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18:
SD 40-45. Zum Überzug cf. Lucas, Materials*^ 3S3
und die dort zitierte Literatur.
19
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13. MM 18 857: H 5,8, ÄD 6,8, ÖD 2.6 cm
14. MM 14714: H 5.9. ÄD 7,4, ÖD 3,7 cm
Herausschläge im Rand und an einem Henkel. Roter
Ton, stellenweise glänzend.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, leicht nach innen abgeschrägter Rand.
Zwei grosse Spiralen bedecken die Flächen zwi-
schen den Henkeln, drei kleine sind bei den Henkeln
eingefugt. Diese sind mit waagerechten Linien bemalt,
die bis zum Hals des Gefässes hinaufineichen. Auch
der leicht gewölbte Boden ist mit ähnlichen Linien
bemalt. Der Rand trägt ein Strichmuster.
Der Form nach steht Corpus 67 L (nach Petrie,
Prehistoric Egypt, 18: etwa SD 46-58) am nächsten,
das aber im Dekor etwas abweicht. Zur Politur cf.
Lucas, Materials*, 370 f. und Möller, Abusir el-Meleq,
22undTaf. 12. 35.
Herausschlag und Korrosion am Rand; kleine
Schädigung an einem Henkel und an einer Steile
Ge&sskörpers. Hellgrauer Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrtt
Schnurösen, gerader Rand.
Spiralen bedecken den Gefasskörper, waagereefak
Wellenlinien gehen vom Hals über die Henkel. ResM
kreisförmiger Wellenlinien finden sich auf dem Rand.
Vgl. Corpus 67 L, das nach Petrie, Frehistork,
IS von SD 46-58 belegt ist.
Ä-ff
. MM 18856: H 6,9, ÄD 8.3, ÖD 3,8 cm
(Schädigungen am Rand, z.T. Abplatzungen in der
^ässoberfläche. Rötlicher, stellenweise grauer Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
hnurösen, gerader Rand.
Mehrere Spiralen mit einzelnen Wellenlinien da-
Ischen bedecken den Gefasskörper. Waagerechte
^llenlinien gehen vom Rand bis über die Henkel,
r Rand trägt Spuren eines kreisförmigen Wellen-
isters.
>er Grösse nach steht Corpus 67 L (Petrie, Prehis-
ic Egypt, 18: etwa SD 46-58) am nächsten, der
kor ist jedoch so sorgfältig wie bei 67 D (SD
-58. 63/64).
16. MM 18 854: H 8,6, ÄD 13. ÖD 6,2 cm
Beschädigungen am korrodierten Rand und an den
Henkeln. Stellenweise stark korrodierte Gefässober-
fläche. Rötlicher Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Spiralen bedecken den Gefasskörper, waagerechte
Wellenlinien überziehen die Henkel, eine ist auch
schräg zwischen die Spiralen gestreut. Reste von
einem Rhombenmuster sind auf dem Rand noch sicht-
bar.
Corpus 67 L, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18:
etwa SD 46-58, steht am nächsten; vgl. auch Brunton/
Caton-Thompson, Badarian CivUisation, pl. XL 67 L
3.
21
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17. MM 18852:H8,2.ÄDll,ÖD5,l-5,6cm
Intakt bis auf Beschädigungen am Rand. Roter Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Spiralen bedecken den Gefässkörper und die Hen-
kel. Wellenlinien sind eingestreut.
Corpus 67 L (nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18:
etwa SD 46-58) kommt am nächsten, weist jedoch
keine Wellenlinien auf; vgl. auch Brunton/Caton-
Thompson, Civilisation, pl. XL 67 L3.
18. MM 18 855: H 11,9, ÄD 17,8, ÖD 6,9 cm
Herausschläge im Rand, korrodierte Gefassoberflädie.
Rötlicher Ton mit hellerem Überzug, stellenweise
etwas glänzend.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Der Gefässkörper ist mit Spiralen und eingesireuteo
Wellenlinien bemalt, welche letzten auch in waage-
rechter Richtung vom Rand bis über die Henkel laufieiL
Der Rand weist Reste eines Rhombenmusters auf.
Cf. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang,
Mahasna, pl. XXV 5; Scharff, Altertümer I, Nr. 354,
355; Mond-Myers, Armant I, pl. XXV 67 dl. Zum
Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort
zitierte Literatur. Zur Politur: Lucas, op.cit. , 370 f.
und Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35.
22
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MM 18 790: H 11. ÄD 16,4, ÖD 7, 4-7,6 cm
akt bis auf drei moderne Reparaturen im Rand,
llgrauer Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
!inurösen, gerader Rand.
)enGefösskörper bedecken Spiralen mit eingestreu-
Wellenlinien. Waagerechte Wellenlinien sind auch
Ischen Rand und Henkel, kleine Spiralen auf die
nkel gemalt. Der Rand trägt ein Rhombenmuster,
/gl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang,
hasna, pl. XXV 5; Scharfif, Altertümer I, Nr. 354,
i; Mond-Myers, Armant I, pl. XXV D 67 d 1.
20. MM 10305; H 15,6, ÄD 20,7, ÖD 7,3 cm
Herausbruch im Rand, stark korrodierte Oberfläche.
Rötlkher Ton mit hellerem Überzug, z.T. etwas
glänzend.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, nach innen leicht abgeschrägter Rand.
Der Gefasskörper ist mit Spiralen und eingestreuten
Wellenlinien bemalt. Waagerechte Wellenlinien ziehen
sich auch vom Rand bis über die Henkel. Farb-
spuren wohl eines Rhombenmusters finden sich auf
dem Rand.
Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang,
Mahasna, pl. XXV 5; ScharfT, Altertümer I, Nr. 354,
355; Mond-^yers, Armant 1, pl. XXV D 67 dl.
Zum Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort
zitierte Literatur. Zur Politur: Lucas, op.ch., 370 f.
und Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35.
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21. MM 1 8 868: Hl 2,7, ÄD 18,6, ÖD 8,65 cm
Beschädigungen am Rand, ein grosser Abschlag in der
Gefassoberfläche. Rötlicher Ton mit hellerem Über-
zug.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Den Gefasskörper bedecken Spiralen mit eingestreu-
ten Wellenlinien, waagerechte Wellenlinien ziehen sich
auch vom Rand bis über die Henkel. Der Rand trägt
ein Rhombenmuster.
Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang,
Mahasna, pl. XXV 5; Scharfif, Altertümer I, Nr. 354,
355; Mond-^yers, Armant I, pl. XXV 67 dl. Zum
Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort
zitierte Literatur.
22. MM 18867:H 14,l,ÄD21,0D8,9-9,lcm
Intakt bis auf eine leichte Beschädigung und eid
moderne Reparatur im Rand. Leichte Oberflächei^
bestossungen. Rötlicher Ton, stellenweise heller.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrtt
Schnurösen, gerader Rand.
Den Gefösskörper bedecken Spiralen mit einge^
streuten Wellenlinien, waagerechte Wellenlinieii z»
hen sich auch vom Rand bis über die Henkel. Dd
Rand trägt ein Rhombenmuster.
Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstan^
Mahasna, pl. XXV 5; Scharfif, Altertümer 1, Nr. 35^
355; Mond-Mycrs, Armant I, pl. XXV 67 dl .
24
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>. MM 18 865: H 1 1,4, ÄD 19,7, ÖD 8,75 cm
itakt bis auf leichte Abpiatzungen in der Gefassober-
Iche. Rötlicher Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
:hnurösen, gerader Rand.
Den Gefasskörper bedecken Spiralen mit einge-
reuten Wellenlinien. Waagerechte Wellenlinien zie-
m sich auch vom Rand bis über die Henkel. Der
and trägt ein Strichmuster.
Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang,
\ahasna, pl. XXV 5; ScharfF, Altertümer I, Nr. 354,
55; Mond-Myers, Armant I, pl. XXV 67 dl.
- Bulletin 10 1975
24. MM 18869: H 14,8, ÄD 19,3, ÖD 8-8,1 cm
Grosser Herausschlag im Rand, Abpiatzungen in der
Gefassoberfläche. Ton von teilweise grau-schwarzer -
besonders am Rand - und teilweise roter Farbe.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, nach innen abgeschrägter Rand.
Den Gefasskörper bedecken Spiralen unterschied-
licher Grösse mit eingestreuten Wellenlinien, waage-
rechte Wellenlinien ziehen sich auch vom Rand bis
über die Henkel. Der Rand trägt ein Rhombenmuster.
Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang,
Mahasna, pl. XXV 5; Scharfif, Altertümer I, Nr. 354,
355; Mond-Myers, i4rmu/ir I, pl. XXV 67 dl.
25
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25. MM 18866: H 15,2, Ad 21,6,00 8,8-8,9 cm
Intakt bis auf modern geklebte Spränge. Rötlicher
Ton mit heilerem Überzug.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Den Gefasskörper bedecken Spiralen mit einge-
streuten Wellenlinien, waagerechte Wellenlinien zie-
hen sich auch vom Rand bis über die Henkel. Der
Rand trägt ein Rhombenmuster.
Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang,
Mahasna, pl. XXV 5; ScharfF, Altertümer I, Nr. 354,
355; Mond-Myers, Armant I, pl. XXV 67 dl. Zum
Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort
zitierte Literatur.
26. MM 10291: H 14,7, ÄD 20,2, ÖD 8,4-8^5 cm
Intakt bis auf kleine Beschädigungen und eine modenel
Reparatur am Rand. Heller beige-brauner Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrt^
Schnurösen, gerader Rand.
Der Gefässkörper ist mit Spiralen und eingestreuta
Wellenlinien bemalt. Waagerechte Wellenimien übo*
ziehen auch die Henkel bis zum Rand hinauf. Dd
Rand ist mit zu ihm senkrecht gestellten WeUon
iinien dekoriert.
Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang, Mahasne^
pl. XXV 5; Scharff, Altertümer I, Nr. 354, 355;
Mond-Myers, Armant 1, pl. XXV 67 dl.
26
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MM 10297: H 15. ÄD 20,8, ÖD 8,5 cm
rausschlag im Rand und in einem Henkel; bestes-
le und korrodierte Oberfläche. Rötlicher Ton,
Uenweise glänzend.
Iphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
inurösen, nach innen abgeschrägter Rand.
>er Gefässkörper ist dicht mit verschieden grossen
ralen und nur einer eingestreuten Wellenlinie be-
it. Waagerechte Wellenlinien befinden sich auch
sehen Rand und Henkeln, während diese selbst
einem Rhombenmuster überzogen sind.
orpus 67 C (SD 44-64) kommt am nächsten. Zur
itur cf. Lucas, Materials^, 370 f. und Möller,
tsir el~Meleq, 22 und Taf. 12, 35.
28. MM 18870: H 15,4, ÄD 21,6, ÖD 7,9 cm
Intakt bis auf eine leichte Beschädigung der Gefäss-
oberfläche. Rötlicher Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Der Gefässkörper ist mit unterschiedlich grossen
Spiralen bedeckt, zwischen die ab und zu doppelte
Wellenlinien eingestreut sind. Waagerechte Wellen-
linien bedecken auch die Henkel, während ein
Rhombenmuster auf den Rand gemalt ist.
Am nächsten stehen Brunton/Caton-Thompson,
Badarian CivUisation, pl. XL 67 d2 und c3.
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29. MM 18 792: H 6,6, ÄD 8,5, ÖD 3,6 cm
Intakt bis auf Herausschläge und Gipsreparaturen im
Rand. Beige-brauner Ton mit stellenweise hellem
Belag. Der Boden ist an einer Stelle leicht einge-
drückt.
Sphärisch. Zwei waagerechte durchbohrte Schnur-
ösen, leicht nach innen abgeschrägter Rand.
Der Gefösskörper ist mit Spiralen unterschiedlicher
Grösse dicht bedeckt. Zwischen Rand und Henkel sind
drei bzw. vier waagerechte Wellenlinien eingefügt,
auf jeden Henkel sind fünf weitere gemalt. Der Rand
trägt ein unregelmässiges Strichmuster.
Vgl. etwa Corpus 67 L, nach Petrie, Prehistoric
Egypt, 18: etwa SD 46-58.
30. MM 18 853: H 11,7, ÄD 15, ÖD 7,8-7,9 cm
Intakt bis auf einen Herausschlag im Rand; stelkn
weise korrodierte Gefassoberfläche. Rötlicher Ton mi
hellerem Überzug.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbofam
Schnurösen, leicht nach innen abgeschrägter Rand.
Der ganze Gefasskörper ist mit vielen Spirab
bedeckt. Waagerechte Wellenlinien sind mif dk
Henkel und konzentrische Wellenabschnitte auf da
Rand gemalt. Drei Z sind auf einer Seite zwiseba
Rand und Henkel eingefügt.
Cf. Corpus 67 J, nach Petrie, Prehistoric Egypt,
18: etwa SD 46-58. Zum Überzug: Lucas, Materie
als*, 383 und die dort zitierte Literatur.
28
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. MM 10283: H 7,7, ÄD 9,2, ÖD 3,6-3,9 cm
nUnge und Korrosion der Oberfläche und des
mdes, ein Henkel und ein Stück des Bodens modern
^zt. Hellgrauer Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
hnurösen. Zwei Griffe dazwischen, von denen einer
>dem ergänzt ist. Leicht nach aussen abgeschrägter
nd.
Viele kleine Spiralen bedecken den Gefässkörper,
agerechte Striche die Henkel. Farbspuren finden
h auf dem Rand.
/gl. Corpus 67 J und L; nach Petrie, Prehistoric
ypt, 18: SD 46-58. Vier Henkel, nämlich zwei
^ite Schnurösen, einen Griff und eine schmale
hnuröse (?), hat das Stück Corpus 9 K, besser
gebildet in de Morgan, L*äge de la pierre, pl.
11, Nr. 2, das aber im Dekor abweicht.
32. MM 10 296: H 12,7, ÄD 17,1, ÖD 7,75-8 cm
Modem geklebte Sprünge gehen durch das ganze
Gefass. Gipsreparatur im Rand. Hellgrauer Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen; nach innen abgeschrägter Rand.
Aneinander grenzende Spiralen bedecken den
ganzen Gefässkörper samt den Henkeln, auf dem
gewölbten Boden sind zweimal zwei Wellenlinien ein-
gefügt. Der Rand trägt ein Zickzackband.
Vgl. Corpus 67 R, nach Petrie, Prehistoric Egypt,
18: etwa SD 46-58.
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29
33. MM 18 851: H 11,5, AD 15,8, ÖD 6,85-7 cm
Ein modern geklebter Sprung geht durch das ganze
Gefass. Ein Herausschlag und eine Gipsreparatur im
Rand. Rötlicher, stellenweise grauer Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, leicht nach innen abgeschrägter Rand.
Aneinander angrenzende, etwas flüchtig gemalte
Spiralen bedecken den Gefässkörper und die Henkel.
Der Rand trägt ein Strichmuster.
Vgl. Corpus 67 R, nach Petrie, Prehistoric Egypt,
18: etwa SD 46-58.
v:_’
t-
34. MM 18 850: H 15,6, AD 22,5, ÖD 8,25 cm
Herausschläge im Rand; etwas rauhe, z.T. korrodiene
Gefässoberfläche. Hellgrauer Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durcbbohitc
Scbnurösen, nach innen leicht abgeschrägter Rand.
Der Geflisskörper mitsamt den Henkeln ist ganz mi
Spiralen bedeckt, die aneinander angrenzen. Der Rani
trägt ein Rhombenmuster.
Corpus 67 R, das nach Petrie, Prehistoric Egypi,
18 von etwa SD 46-58 belegt ist, kommt am nachstenj
obwohl es kleine Zwischenräume zwischen den Spira-
len aufweist.
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/<•
-Ss
.V
I kl
Digitized by
. MM 10 309: H 15,5, ÄD 23,7, ÖD 9-9,1 cm
takt bis auf eine moderne Reparatur im Rand.
iUgrauerTon, stellenweise rötlich.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
hnurösen, gerader Rand.
Der Gefasskörper ist mit ziemlich kleinen Spiralen
terschiedlicher Grösse bemalt, dazwischen ganz
reinzelte Wellenlinien. Die Henkel sind mit waage-
:hten Wellenlinien bedeckt, der Rand trägt ein
ombenmuster.
Zorpus 67 A (SD 46-58) steht sehr nahe bis auf
iweichungen im Dekor der Henkel.
36. MM 10315: H 20,6, ÄD 27,6, ÖD 9,8-10,1 cm
Intakt bis auf leichte Beschädigungen und eine mo-
derne Reparatur am Rand. Beige-brauner Ton, stel-
lenweise etwas glänzend.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Der ganze Gefasskörper samt Rand und Henkeln ist
mit kleinen bogigen Linien bemalt, um Stein zu
imitieren.
Corpus 63 A (SD 48-63). Zur Politur cf. Lucas,
Materials*^ 370 f. und ^jIöller, Abusir ebMeleq, 22 und
Taf. 12. 35.
31
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37. MM 10307: H 16,5, ÄD 22,4, ÖD 8,8-9 cm
Stark korrodierter, etwas bröckeliger, modern mit
Gips geflickter Rand; Sprünge im korrodierten Boden.
Hellgrauer Überzug auf rötlichem Ton, der am Bo-
den sichtbar ist.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Das ganze Gefäss - bis auf den stark korrodierten
Rand - ist mit kleinen bogigen Linien bemalt, um
Stein zu imitieren.
Corpus 63 A (SD 4S-63), vgl. auch Schärft,
Altertümer I, Nr. 360. Zum Überzug cf. Lucas,
Materials^, 383 und die dort zitierte Literatur.
38. MM 18838: H 15,1, ÄD 20,2, ÖD 8,6 cm
Herausschläge und moderne Gipsreparaturen im Rand,
etwas korrodierte Gefassoberfläche. Beige-brauner
Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Das ganze Geßiss ist mit kleinen bogigen Lmieai
bemalt, um Stein zu imitieren.
Corpus 63 A (SD 4S-63).
32
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MM 18785: H 10,5, ÄD 13,3, ÖD 6,25 cm
itakt. Stark korrodierter Rand, z.T. korrodierte
efassoberfläche. Rötlicher Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
chnurösen, gerader Rand.
Das ganze Gefäss ist mit kleinen bogigen Linien
^rnalt, um Stein zu imitieren.
Corpus 63 A (SD 48-63), das aber wohl grösser ist.
40. MM 10 286: H 6,5, ÄD 8,7, ÖD 4,5-5 cm
Intakt bis auf leichte Beschädigungen am Rand und
Sprünge. Hellgrauer Ton.
Sphärisch. Zwei nicht sehr breite waagerechte
Schnurösen, eine durchbohrt, eine angebohrt; gerader
Rand.
Flüchtige gebogene Linien umziehen in Kreisen den
Rand und den grössten Teil des Gefässkörpers, um
Stein zu imitieren, jedoch sind die Linien nicht weit
von Wellenlinien entfernt. Die leicht gewölbte Boden-
fläche ist mit wellenförmigen Strichen bedeckt.
Vgl. Corpus 9 C (SD 40-52), jedoch ist die Bema-
lung flüchtiger; auch Petrie-Quibell, Naqada and
Bailas, pl. XXXIII 7a.
Buleiin 10 1975
33
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41. MM 187%: H 11,2, ÄD 15,2,00 6,6-6,8 cm
Intakt bis auf Gipsreparaturen im Rand. Hellgrauer
Überzug auf rötlichem Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, nach innen leicht abgeschrägter Rand.
Das ganze Gefäss ist mit flüchtigen bogigen Linien
bemalt, um Stein zu imitieren.
Corpus 63 A (SD 48-63), das aber wohl grösser ist.
Zum Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort
zitierte Literatur.
42. MM 18827: H 7,9, ÄD 10,25, ÖD 4,1 cm
Abschläge am Rand und an einem Henkel; steO»
weise korrodierte Gefässoberfläche. Beige-braima
Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohr«
Schnurösen, von denen eine grösstenteils abgeschlagn
ist. Nach innen abgeschrägter Rand.
Das ganze Gefäss ist mit kleinen bogigen Linieo,
die sich überschneiden, bemah, um Stein zu imi*
tieren.
Corpus 63 B (SD 43) steht nahe.
34
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). MM 18841: H 12,9, ÄD 17,6, Ä) 7,55 cm
in Herausschlag im abgeriebenen Rand. Korrodierte
Oberfläche an Hals und Henkeln. Hellgrauer Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
chnurösen, gerader Rand.
Kleine seitwärts gebogene Linien, die Stein imi-
sren, bedecken die Gefässoberfläche, wo sie nicht
MTodiert ist.
Corpus 63 steht nahe, weicht jedoch etwas im
ckor ab; eine weitere Variante der Gruppe 63:
lond-Myers, Armani I, pl. XXV 63 al (SD 39-61).
44. MM 1 1 069: H 6,7, ÄD 5,8, ÖD 2,6 cm
Intakt. Beige-brauner Ton.
Ovoid, sehr grobe Form. Zwei grobe breite waage-
rechte durchbohrte Schnurösen, nach innen abge-
schrägter Rand.
Eine Fläche zwischen den Henkeln ist mit un-
regelmässigen bogigen Linien bemalt, um Stein zu
imitieren, die andere weist keine Farbspuren auf.
Corpus 63 C kommt nahe (SD 36-41), das jedoch
ganz bemalt ist.
35
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45. MM 10289: H 12,4, AD 8,7, ÖD 3,9-4,l, StD
2,5 cm
Intakt bis auf kleine Beschädigungen am Rand; z.T.
korrodierte Oberfläche. Beige-brauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Das ganze Gefass ist mit unregelmässigen, teilweise
ausgelaufenen Punkten bemalt, um Stein zu imitieren.
Corpus 1 M kommt am nächsten, nach Petrie,
Pre hist orte Egypt, 17: etwa SD 60.
46. MM 18805: H 12,2, ÄD 8,5, ÖD 4,7, SiD 3,4cm
Abschläge am Rand und Boden, korrodierte Gefiss-
Oberfläche. Roter Ton, stellenweise hell- bis
grau.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohnc
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Farbspuren sehr unregelmässiger Art finden sich auf
Rand und Geflisskörper, die Stein wiedergeben solks
Das Stuck entspricht ungefähr Corpus 1 M. da$
nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17 etwa auf SD 60
fällt.
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\1. MM 18 804: H 1 1 ,6, ÄD 9. ÖD 4,7, StD 2,3 cm
intakt bis auf leichte Beschädigungen am Rand, ziem-
ich abgegriffene Gefassoberfläche. Rötlicher Ton.
Herzförmig, fast ovoid. Zwei breite waagerechte
lurchbohrte Schnurösen, gerader Rand, fast spitzer
ioden.
Einzelne Farbtupfer ahmen Steinsprenkelung nach.
Corpus 1 M, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17:
twa 60.
48. MM 10 311: H 22,6, ÄD 20,5, ÖD 9,05-9,35, StD
6,9 cm
Korrosion am Rand und Abschläge an einem Wel-
lenhenkel. Heller Überzug auf rötlichem Ton, der an
den korrodierten Stellen sichtbar ist.
Wellenhenkelgefäss. Zwei schöne breite Wellen-
henkel, runder Rand, unebene Standfläche.
Unregelmässige Punkte und Striche bedecken das
ganze Gefass, um Stein zu imitieren.
Vgl. Corpus 1 D, nach Petrie, Prehistoric Egypt,
17: etwa SD 45. Zum Überzug cf. Lucas, Materi-
als^, 383 und die dort zitierte Literatur.
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49. MM 18 806: H 10, ÄD 12, ÖD 5,2-5.55 cm
Herausschläge im Rand. An drei Stellen aufgeworfene
Gefasswand, wohl beim Brennen entstanden. Beige-
brauner Ton.
Unregelmässig sphärisch. Zwei breite waagerechte
durchbohrte Schnurösen, gerader Rand.
Unregelmässige Punkte und Striche bedecken die
ganze Geßissoberfläche, um Stein zu imitieren.
Corpus 1 T, das nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17
etwa auf SD 60 fallt.
50. MM 18 810: H 14,6, ÄD 20,7, ÖD 8,45-8,6 cm
Intakt bis auf moderne Klebungen und Gipsergäi^
Zungen im Rand; korrodierte Oberfläche; beHgraoff
Ton, stellenweise rötlich.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbofane
Schnurösen, gerader Rand.
Die ganze Gefässoberfläche ist gesprenkelt bemalL
um den Eindruck von Stein hervorzunifen.
Corpus 62 (SD 47-71).
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. MM 18809: H 15,1, ÄD 21,2, ÖD 9,05-9,2 cm
52. MM 10 303: H 17,2, ÄD 26,8, ÖD 10,6 cm
Mei Herausbrüche im Rand, eine Gipsreparatur im
efasskörper; stellenweise korrodierte Oberfläche,
ellgrauer Ton mit rötlichen Flecken.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
rhnurösen, gerader Rand.
Das ganze Gefäss ist mit Sprenkelungen bemalt,
n Stein zu imitieren.
Corpus 62 (SD 47-71).
Intakt bis auf Abplatzungen am Rand, die einen
Überzug erkennen lassen. Rötlicher Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Vom Dekor sind nur schwache Reste unregelmäs-
siger Bemalung erhalten, die wohl Steinimitation
andeuten sollen.
Corpus 62 (SD 47-71) steht wohl am nächsten.
Zum Überzug cf. Lucas, Materials^, 383 und die dort
zitierte Literatur.
53. MM 10 301: H 17,9, ÄD 16,8, ÖD 7,5-8,2, StD
5,6 cm
Intakt. Hellroter Ton.
Bauchig. Drei schmale Schnurösen, eine durchbohrt,
zwei nur angedeutet. Scharf abgesetzter unregelmäs-
siger Hals, runder Rand, unebene Standfläche.
Die Bemalung ist nur noch schwach erhalten, sie
besteht in sehr unregelmässigen Linien, die Stein
imitieren sollen.
Das Gefäss steht Corpus 64 (SD 60) nahe, das aber
nur zwei Henkel und linearen Dekor aufweist. Drei
schmale Schnurösen fmden sich bei anderen Typen:
cf. Corpus 59 C (SD 46) und P; Brunton/Caton-
Thompson, Badarian Civilisation, pl. XL 59 D;
Brunton, Mostagedda, pl. XXXV 14 u. 15; Scharff,
Altertümer I, Taf. 34, Nr. 346 A. Zum Zweck der
Ösen cf. Baumgartel, Cultures 1, 89: sie dienten viel-
leicht zur Befestigung eines Deckels.
54. MM 1 1 071 : H 6,6, ÄD 4.6, ÖD 2,5 cm
Intakt. Rötlicher Ton.
Ovoid. Ohne Henkel und Rand.
Unregelmässige Punkte und Striche bedecken die
Gefässoberfläche, um Stein zu imitieren.
Dem Dekor nach stehen Corpus 1 M und T (nach!
Petrie, Prehistoric Egypt, 17: beide etwa SD 60) nabe;
eine so einfache Form ist jedoch nicht belegt.
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5. MM 18789: H 5,5, ÄD 4,5, ÖD 2,15 cm, SO:
licht zu messen, da z.T. zerstört
ieschädigter Rand, geklebte Sprünge, Loch im Boden
fld Fuss. Grauer bis schwärzlicher Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
^hnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Das ganze Gefäss ist mit Punkten unregelmässig
edeckt, um Stein zu imitieren.
Corpus 16G (SD 60-65).
56. MM 18 786: H 4,8, ÄD 5,8, ÖD 3,05 cm
Zwei der vier Henkel sind beschädigt; stark korro-
dierte Oberfläche. Beige-brauner Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, dazwischen zwei beschädigte Griffe;
gerader Rand.
Das ganze Gefäss ist mit Punkten unregelmässig
bedeckt, um Stein zu imitieren.
Corpus 16 N (nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17:
etwa SD 48-60) kommt am nächsten, hat jedoch nur
zwei Schnurösen. Vier Henkel, davon zwei breite
Schnurösen, einen Griff und eine schmale Schnuröse
(?), hat das Stück Corpus 9 K, besser abgebildet
in de Morgan, L*äge de la pierre, pl. VIII 2, das aber
im Dekor abweicht.
Buictin 10 1975
41
Digitized by
Google
57. MM 14713: H 4^5. ÄD 4,8. ÖD 1,9 cm
Intakt. Z.T. abfegriffeoc fwliertc Oberfliciie. Röt-
licher Ton mit drei schwarzen Flecken.
Sphärisch. Zwei breite waaferechte durchbohrte
Schnurösen, perader Rand.
Der ganze Gefässkörper ist abwechselnd von einer
Kreis- und einer Wellenlinie in waagerechter Richtung
umzogen, dazu kommt ein Kranz von Punkten um den
Hals. Die Oberfläche hat polierte und abgegriffene
matte Stellen.
Der Typ ist wohA>ekannt, der Dekor jedoch ohne
genaue Parallele; am nächsten kommt Corpus 9 G
(SD 33-63). Zur Politur cf. Lucas, Materials^, 370 f.
und Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35.
58. MM 10284: H 4,7, AD 5,7, ÖD 2,1-2,25, Fossl^
2Jcm
Intakt bis auf leichte Beschädigungen am Rmd.
Rötlicher Ton, stellenweise etwas gUmzend.
Sphärisch mk Fuss. Zwei breite waagerechte dardb
bohrte Schnurösen, gerader Rand, abgesetzter Fuss.
Die obere Hälfte des Gefisskörpers bedecke«
Punkte, dann folgt eine waagerechte Kreislinie, voi
der aus zwölf senkrechte Streifen, gefüllt mit
rechten Strichen, zum Fuss laufen. Der Fuss is(
plastisch abgesetzt und trägt ein Karomuster. Auf den
Rand sind Reste von Strichen erhalten.
Die Form mit abgesetztem Fuss ist in Ton sdir
selten, ein undekoriertes Beispiel findet sich Brunton,
Matmar, pl. XU, Nr. 21 (ohne SD) und S. 18; wi«
auch das Stockholmer Stück bekräftigt, steht Nr. 21
der dekorierten Ware nahe. Vorbilder finden skfa in
Stein, z.B. Petrie, Prehistoric Egypi, pl. XXXVIl,
Nr. 22 (SD 65) und Möller, Abusir el-Meleq, Taf. II,
Nr. 38. Zur Politur cf. Lucas, Materials^, 370 f. u«l
Möller, Abusir ei-Meleq, 22 und Taf. 12, 35.
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MM 18 803: H 15,7, ÄD 14, ÖD 6,.7-6,9, StD 5 cm
akt. Z.T. korrodierte Oberfläche. Roter Ton.
Bauchig. Keine Henkel, abgesetzter, vielleicht
sondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene
indflache.
[3er Gefösskörper ist unregelmässig mit Punkten be-
üt, um Stein zu imitieren.
Vgl. Corpus 16 S und T (SD 46-53). Zum gesondert
drehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28
d Mond-Myers, Armant I, 167 und 177 ff.
60. MM 11 112: H 18,9, ÄD 14,4, ÖD 7,7-7,85, Sfl3
4,7 cm
Herausschlag im Rand, z.T. modern geklebte Sprünge.
Rötlicher Ton mit hellerem Überzug.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Rand, Henkel, Gefässkörper und Standfläche sind
mit Punkten regemässig bemalt, um Stein zu imitieren.
Vgl. Corpus 16 J, nach Petrie, Prehistoric Egypt,
17 fallt die Gruppe 16 in SD 48-60. Zum Überzug
cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort zitierte Litera-
tur.
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Googl(
61. MM 18840: H 17,1, ÄD 12,5, ÖD 7,2-7.3. StD
5,5 cm
Intakt, stellenweise korrodierte Oberfläche, die einen
helleren Überzug auf rötlichem Ton erkennen lässt.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Das ganze Gefäss mit Rand, Henkeln und Stand-
fläche ist von waagerechten Wellenlinien umzogen.
Corpus 8 P. Zum Überzug cf. Lucas, Materiab*,
383 und die dort zitierte Literatur.
62. MM 18833: H 16,7, ÄD 10,4, ÖD 5,8, StD 2.9 ctt
Intakt bis auf Herausschläge im Rand. Beige-braune
Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohr«
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Der ganze Gefässkörper samt Henkeln und Stand
fläche ist von waagerechten Wellenlinien umzogen.
Vgl. Corpus 8 P.
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. MM 18 791: H 15,4, ÄD 10,1, ÖD 6,2, StD 3-3,6 cm
^rausschläge im Rand, z.T. korrodierte und an einer
sUe abgeschlagene Oberfläche. Grauer Ton, stel-
iweise rötlich.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte
hnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Oas ganze Gefass, einschliesslich Rand, Henkel und
uidfläche, ist von waagerechten Wellenlinien über-
gen.
Vgl. Corpus 8 P.
64. MM 18 826: H 1 1,5, ÄD 8, CO 4,7, SO 3,6 cm
Intakt bis auf zwei Herausschläge im Rand; beige-
brauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Vom Rand bis zur Standfläche ist das ganze Ge-
fäss mit waagerechten Wellenlinien überzogen. Über
den Boden laufen sechs parallele Wellenstreifen.
Vgl. Corpus 8 M (SD 46, 47), 8G (SD 40-50).
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65. MM 10279; H 1 1,1, AD 8, ÖD 4,83, StD 2,7 cm
Intakt bis auf leichte Beschädigungen am geraden
Rand und in derGefässoberfläche. Beige-brauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite, waagerechte durchbohrte
Schnurösen. Gerader Rand, unebene Standfläche.
Vom Rand bis zur Standfläche einschliesslich ist
das ganze Gefäss mit waagerechten Wellenlinien
bemah. Über den Boden laufen zwei parallele
Wellenlinien.
Vgl. Corpus 8 G (SD 40-50) und 8 M (SD 46, 47).
66. MM 18824: H 10,85, ÄD 7,75, ÖD 3,9, StD2,5cffl
Intakt bis auf Beschädigungen am Rand. Rötädxrl
Ton mit Resten eines helleren Überzuges.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchboline
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Vom Hals bis zur Standfläche einschliesslich ist das
ganze Ge&ss mit waagerechten Wellenlinien umzofen.
Der Rand trägt zu ihm senkrechte Striche.
Vgl. Corpus 8 G (SD 40-50) und 8 M (SD 46, 47).
Zum Überzug cf. Lucas, Materials*^ 383 und die dor
zitierte Literatur.
. MM 18794: H 10,4, ÄD 7,5, ÖD 3,35, SO 1,1 cm
n Herausschlag im ziemlich korrodierten Rand;
ödem geklebte Sprünge imCefässkörper; korrodierte
^fassoberfläche. Beige-brauner Ton, auf einer Seite
dlenweise grauschwarz.
Herzförmig, fast ovokl. Zwei breite waagerechte
irchbohrte Schnurösen, gerader Rand, fast spitzer
Kien.
Das ganze Gefäss mit Rand, Henkeln und Stand-
tche ist von waagerechten Wellenlinien umzogen.
Vgl. Corpus 8 G (SD 40-50).
68. MM 10298: H 9,9, ÄD 7,4 ÖD 3,6 StD 2,6 cm
Intakt bis auf leichte Beschädigungen am Rand; z.T.
etwas korrodierte Oberfläche und verwischte Malerei.
Beige-brauner Ton, stellenweise glänzend.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Das ganze Gefäss einschliesslich Rand, Henkel und
Standfläche ist von manchmal etwas unsicheren
waagerechten Wellenlinien umzogen.
Vgl. Corpus 8 G (SD 4Ö-50). Zur Politur cf. Lucas,
Materials*, 370 f. und Möller, Abusir el-Meleq, 22
undTaf. 12, 35.
47
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69. MM 18821:H9,8, ÄD6,7,ÖD3,StD2J cm
Herausbruche im Rand. Sehr stark abgeriebene Ge-
fässoberfläche, so dass von der Bemalung nur noch
schwache Spuren vorhanden sind. Reste eines helleren
Überzuges auf rötlichem Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Das ganze Gefäss war mit waagerechten Wellen-
linien bemalt, ob jedoch auch der Rand, ist nicht
mehr festzustellen.
Vgl. Corpus 8 G (SD 40-50). Zum Überzug cf.
Lucas, Materials*, 383 und die dort zitierte Literatur.
48
70. MM 13826: H 10,1, ÄD 6,5, ÖD 3,15-4,1. S<
Mcm
Sehr korrodierte Oberfläche, die den Dekor nur nod
ahnen lässt. Stark korrodierter und grossenteäs d
geschlagener Rand. Beige-brauner Ton.
Herzförmig, fast ovoid. Zwei breite waagereck
durchbohrte Schnurösen, eine beschädigt. Gerak
Rand, fast spitzer Boden.
Der Dekor bestand in einem Überzug waagered
ter Wellenlinien, von denen noch Spuren am Rai
vorhanden sind.
Vgl. Corpus 8G (SD 40-50).
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MM 18820: H 8, ÄD 6,2, CO 3, StD 1 cm
rausbrüche im ziemlich korrodierten Rand; stellen-
ise stark korrodierte Gefassoberfläche. Rötlicher
n mit Resten eines helleren Überzuges.
4erzfbrmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
inurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Jm das ganze Gefass einschliesslich Rand, Henkel
J Standfläche ziehen sich waagerechte, z.T.
:htig gemalte Kreislinien.
/gl. Corpus 8G (SD 40-50) ff., die jedoch nicht so
:htig in der Bemalung sind. Zum Überzug cf.
cas, Materials*, 383 und die dort zitierte Literatur.
72. MM 10 282:H5,5, ÄD4,2, ÖD2,l,StD 1,1cm
Intakt bis auf Beschädigungen am Rand. Beige-brauner
Ton mit stellenweise hellem Belag.
Herzförmig. Zwei waagerechte, breite durchbohrte
Schnurösen. Gerader Rand, unebene Standfläche.
Rand und Gefässkörper samt Henkeln sind mit
waagerechten Kreislinien z.T. etwas flüchtig bemalt;
auf der Standfläche drei Striche.
Vgl. Corpus 8 E (SD 40-50), das jedoch wohl
kleiner und flüchtiger bemalt ist.
uletin 10 1975
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73. MM 18825: H 12,1, ÄD 9,3, ÖD 4,8, StD 3.8 cm
Intakt bis auf einen Herausschk^ an einem Henkel;
korrodierte Gefkssoberfificlie- Beige-brauner Ton, stel-
lenweise glänzend.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene StaiKifläche.
Der ganze Gefässkörper ist schachbrettartig von
Gruppen von Wellenlinien überzogen. Spuren einer
Spirale finden sich auf der Standfläche.
Der Form nach sind ähnlich: die Gruppe Corpus
8; Brunton, Mostagedda, pl. XXXV 11 (SD 57-58);
Brunton/Caton-Thompson, Badarian Civilisation, pl.
XXXDC 8 n (SD 46-47); Mond-Myers, Armani I, pl.
XXV 8 b (SD 50?), die jedoch alle im Dekor
abweichen. Zur Politur cf. Lucas, Materials^, 370 f.
und Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35.
74. MM 18 823: H 11,1, ÄD 8,3, CO 4,3, StD 0,9 cib
Intakt bis auf Korrosion am Rand und AbschörfuQgn
der Oberfläche am unteren Gefässkörper, dort aad
eine leichte Eindröckung der Oberfläche. Beige4m
nerTon.
Herzförmig, fast ovoid. Zwei breite waagcrecte
durchbohrte Schnurösen, gerader Rand, fast spiD
zulaufender Boden.
Die obere Hälfte des Gefässkörpers ist von ack
horizontalen Wellenlinien umzogen. Die untere faa
abwechselnd einen Abschnitt von sieben horizontaki
Wellenlinien und eine senkrechte Reihe - einmal zvn
Reihen - von seitenverkehrten N zum Dekor, li
ganzen kommen viermal Wellenlinienabschnitte ud
viermal seitenverkehrte N vor. Den Abschluss uma
bilden mindestens vier konzentrische Wellenlinieii.
Corpus 7 F (SD 44-47) kommt am nächsten, da
Jedoch keine Wellenringe um den Fuss hat.
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MM 18818: H 11,8, ÄD 8,9, ÖD 3,6, StD2,2cin
akt bis auf Beschädigungen am Rand; stellen-
ise korrodierte Gefassoberfläche. Beige-brauner
n mit stellenweise hellerem Belag,
ierzförmig. Zwei waagerechte breite angebohrte
murösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
)ie Fläche zwischen den Henkeln ist auf jeder Seite
sechs waagerechten, in der Mitte nach unten
nickten Linien bemalt, die auch die Henkel be-
ken. Darauf folgen - immer in der Waagerechten -
^ine Reihe auf der Seite liegender W, vier Reihen
1er Mitte nach unten geknickter Linien, abermals
t Reihe auf der Seite liegender W und vier
tere Reihen von in der Mitte nach unten ge-
:kten Linien. Die Zonen zwischen Henkeln und
s sind jeweils mit drei Gruppen zweier senkrechter
llenlinien bemalt. Auf dem Rand finden sich
bspuren, wohl Reste konzentrischer Wellenab-
nitte, die Standfläche trägt ein Rhombenmuster.
orpus 8, besonders Brunton/Caton-Thompson,
larian Civilisation, pl. XXXDC 8 q (SD 57-58)
it nahe, das jedoch nicht mit auf der Seite
enden W belegt zu sein scheint.
76. MM 18 816: H 12,5, ÄD 9,2, ÖD 4, StD 2,5 cm
Herausschläge im Rand, Sprünge in der Gefässober-
fläche, Dekor z.T. etwas verwischt. Rötlicher, stel-
lenweise grauer Ton mit hellem Belag an Rand und
Henkeln.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Die eine Ansichtssette zwischen den Henkeln weist
zwölf waagerechte, in der Mitte nach unten geknickte
Linien auf, einen freien Zwischenraum und dann drei
etwas schief verlaufende Wellenlinien um den Fuss.
Die andere Seite ist abweichend dekoriert: erst kom-
men neun waagerechte, in der Mitte nach unten
geknickte Linien, dann ein freier Zwischenraum,
darauf - ziemlich verwischt - drei Wellenlinien, ein
Zwischenraum und noch drei Wellenlinien. Von Rand
zu Rand über Henkel, Standfläche, Henkel verlaufen
ebenfalls drei Wellenlinien. Von dem einen Henkel
geht eine senkrechte Reihe von neun seitenverkehrten
N aus, von dem anderen rechts und links eine Reihe
von neun bzw. sechs seitenverkehrten N. Auf dem
Rand finden sich Reste von Kreislinien.
Corpus 15 (SD 44) und Petrie-Quibell, Naqada and
Ballas, pl. XXXlll 18 stehen nahe, sind jedoch im
Dekor der Henkelzonen einfacher, zudem wohl gleich
dekoriert auf beiden Seiten.
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77. MM 18817; H 11,1, ÄD 9.5, ÖD 3,6, StD 3,1 cm
Intakt bis auf Herausschläge im Rand. Beige-brauner
bis grauer Ton, stellenweise heller Belag.
Her 2 ^rmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Die Fläche zwischen den Henkeln ist auf jeder
Seite mit zwölf waagerechten, in der Mitte nach unten
geknickten Linien bemalt. Darauf folgt ein freier
Zwischenraum und dann um den Fuss ein Streifen
von drei Wellenlinien. Von Rand zu Rand über Henkel,
Standfläche, Henkel verlaufen drei Wellenlinien. Vier
Gruppen von Strichen sind auf den Rand gemalt.
Corpus 15 (SD 44) und Petrie-Quibell, Naqada and
Ballas, pl. XXXlll 18.
78. MM 18819: H 9,7, Ad 9,1, ÖD 3,9, StD 2,4cin
Herausschläge im Rand und an einer Stelle im untern
Gefässkörper. Beige-brauner Ton mit grau-schwvzi
Partie auf einer Seite.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohtl
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Die Fläche zwischen den Henkeln ist auf H
Seite mit zwölf waagerechten, in der Mitte nach ontd
geknickten Linien bemalt. Daran schliessen sich e)
freier Zwischenraum und dann um den Fuss du
Wellenlinien an. Von Rand zu Rand verlaufen dn
Wellenlinien über Henkel, Standfläche, Henkel. Faih
spuren von Kreislinien finden sich auf dem Rand.
Corpus 15 (SD 44) und Petrie-Quibell, Naqada atu
Ballas, pl. XXXlll 18.
52
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. MM 18811: H 20, ÄD 14,9, ÖD 8,1, StD 5,2 cm
crausschläge im Rand, Sprünge im Gefösskörper,
Opiatzungen in der Oberfläche. Braun-grauer Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
:hnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Neun waagerechte Wellenlinien umlaufen das Ge-
ss, beim Rand beginnend bis über die Henkel. Von
nen gehen an drei Stellen je vier senkrechte
Wellenlinien aus und zum Fuss herunter, der von vier
aagerechten Wellenlinien umzogen ist. Reste von
reislinien finden sich auf dem Rand.
Der Form nach stehen Corpus 4 A-C (SD 49; 49,
); 52, 53) am nächsten, der Dekor ist bei 5 N
emlich ähnlich. Vgl. auch Scharff, Altertümer 1,
Ir. 345.
80. MM 18 845: H 11,4, ÄD 8,8, CO 3,9, StD 2,9 cm
Intakt. Unregelmässige Gefässoberfläche. Beige-brau-
ner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Vier sorgfältig gemalte vertikale Streifen, gefüllt mit
horizontalen Wellenlinien, überziehen den Gefäss-
körper und die Henkel. Farbkreise sind auf die
Standfläche, Abschnitte von Wellenlinien auf den
Rand gemalt.
Corpus 10 K (SD 46-63).
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81. MM 10 623: aus Bruntons Mostagedda<}rabungen.
H 12,3, ÄD 9.9, ÖD 3.9^,!. StD 3,35 cm
Zwei Herausschläge im Rand, von denen Sprünge
ausgehen. Beige4)rauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Vier breite senkrechte Streifen, gefüllt mit waage-
rechten Wellenlinien, überziehen Gefässkörper und
Henkel vom Rand ausgehend bis zum Fuss. Dort
treffen sie auf eine Spirale, die die Standfläche bedeckt.
£>er Rand trägt acht Wellenabschnitte in zwei Kreisen.
Corpus 10 K (SD 46-63).
82. MM 18846: H 16,2, ÄD 13,8, ÖD 6,4, StD 5,3 cn
Intakt bis auf kleine Herausschläge im Rand. Beg^
brauner Ton mit stellenweise weissem Belag.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbofartd
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Vier breite vertikale Streifen, gefüUt mit horizoD-
talen Wellenlinien, überziehen den Gefässkörper.
Wellenlinien sind auch auf den Rand gemalt. Fai6
spuren finden sich auf der Standfläche.
Corpus 10 K (SD 46-63) oder L (SD 46-48).
54
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3- MM J8848:H 19,5,ÄDl5,2,<to7,2. SflDScm
^ 1 ^^**^**^. '® Rand, dreieckiges Loch im Ge-
• rif 1 davon ausgehenden Sprüngen.
“ ^ stellenweise braun-grau.
. breite waagerechte durchbohrte
gerader Rand, unebene Standfläche.
/ II reite vertikale Streifen, die mit horizontalen
fe ir überziehen Gefässkörper und
4 ^ Spuren zweier konzentrischer Kreise finden
Rand. Eine Spirale bedeckt die Stand-
e un reicht mit einem Ring bis auf den Ge-
LSsfuss hinauf.
10 L (® 46-48) steht am nächsten, bei dem
öc eine Spirale um den Fuss vorkommt.
84. MM 18797: H 19,2, ÄD 15,7, (to 9, StD 4,8 cm
Intakt bis auf drei modern geflickte Stellen im Rand.
Beige -brauner Ton, stellenweise hellerer Belag.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Fünf unterschiedlich breite vertücale Bänder, mit
horizontalen Wellenlinien gefüllt, gehen vom Rand bis
zum Fuss des Gefässes; je ein Band läuft über die
Henkel. Eine Spirale bedeckt die Standfläche. Farb-
spuren finden sich auf dem Rand.
Corpus 10 L (SD 46-48).
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85. MM 10 280: H 18, ÄD 12,3, ÖD 7,4, StD 3,9 cm
Herausbruch im Rand, Abstossung in der Gefilss wand.
Beige-brauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Fünf vertikale Bänder, mit horizontalen Wellenlinien
gefüllt, überziehen den Gefässkörper, vier sind unge-
fähr gleich breit, eins ist bedeutend breiter. Ein Band
läuft über einen Henkel, während der andere von zwei
Bändern überschnitten wird. Ein Rhombenmuster ist
auf den Rand, eine Spirale auf die Standfläche gemalt.
Corpus 10 L, das jedoch voluminöser ist (SD 46>
48). Früher abgebildet in Egyptiska museet Stockholm,
Taf. 2 rechts.
86. MM 11 1 10: H 17,5, ÄD 12,6, ÖD 6,95, StD 6 J5 cm
Korrodierter Rand; ein den ganzen Köiper unl 2 i^
hender Sprung ist an einer Stelle mit Gips geflkit
und aussen rot übermalt. Beige-brauner Ton unto-
schiedlicher Farbintensität.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohne
Schnurösen, gerader Rand, deutlich abgesetzte grosse
unebene Standfläche.
Fünf flüchtig gezeichnete, unterschiedlich breite
vertikale Streifen, mit flüchtigen waagerechten Stri-
chen gefüOt, überziehen den Gefässkörper. Zwei voni
ihnen liegen ohne Zwischenraum neben einander undi
überschneiden einen Henkel; der andere wird von nuri
einem Streifen überschnitten. Reste eines Rhombeo-j
musters finden sich auf dem Rand. Die Standfläche
trägt eine unordentlich gezeichnete Spirale.
Corpus 10 L (SD 46-48), das aber voluminöser ist.
56
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Google
. MM 18 844: H 10,8, ÄD 7,8, ÖD 3,9, StD 2,6 cm
:akt, starke Korrosion des Randes und der Gefass-
erfläche. Beige-brauner Ton mit helleren Flecken.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte
hnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Zehn unregelmässige Längsstreifen, z.T. mit flüch-
gemalten horizontalen Wellenlinien gefüllt, über-
hen den Gefasskörper. Farbspuren finden sich auf
in Rand und der Standfläche.
Zorpus 10 C (SD 44) kommt am nächsten, ist aber
gfältiger bemalt.
88. MM 1 1 108: H 9,5, ÄD 7, (to 3,1 cm
Herausbrüche im Rand und Sprünge in derGeßissober-
fläche. Beige-brauner Ton.
Ovoid. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Der ganze Gefasskörper ist mit acht unregelmäs-
sigen, flüchtig gemalten vertikalen Streifen überzogen,
die manchmal ganz, manchmal nur oben mit un-
ordentlichen Wellenlinien ausgefüllt sind. Auf dem
Rand finden sich Farbspuren.
Der Form nach steht Corpus 10 G (SD 31, 41, 61)
am nächsten, der Dekor ist jedoch abweichend.
Buktin 10 1975
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89. MM 10952: H 12,2, AD 8,7, ÖD 4,45, StD 2,6 cm
Intakt bis auf drei Herausschläfe im Rand. Bcife-
brauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Fünf ganz mit Farbe ausgefullte, unterschiedlich
breite vertikale Streifen überziehen den Gefässkörper.
Striche sind auf den Rand, eine Spirale auf die
Standfläche gemalt, die mit einem Ring auf den
Gefässfuss übergreift.
Dieser Typ fehlt bei Petrie; die Form ähnelt Corpus
10 K (SD 46-63), für die aber keine ausgefüllten
Streifen bekannt zu sein scheinen.
90. MM 18831: H 14,9, AD 11,2,006,6, SO 3,8ca
Beschädigungen am Rand und an cincfB Hcakd
rauhe Gclissoberfläche. Rötlicher bis grauer Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte dufchbokn
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Fünf waagerechte Streifen, gefüUt mit senkrechte
Wellenlinien, umziehen dasGeföss vom Hals bis etwa
über die Standfläche. Der Rand trägt zu ihm senkrechi
Striche.
Form und Dekor kommen Corpus 5 D am nächsten
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MM 10 287: H 6,4, ÄD 8,35, 3,7 cm
ikt bis auf Beschädigungen am Rand; z.T. korro-
rte Oberfläche. Grauer Ton.
Iphärisch. Zwei breite waagerechte angebohrte
murösen; gerader Rand.
<^ier waagerechte Streifen, mit senkrechten Linien
ülh, umziehen den ganzen Gefässkörper. Den
Schluss auf der Standfläche bildet ein Kreis mit
gezeichneten Karos. Die Henkel sind mit senk-
hten Strichen und einer waagerechten Linie bemalt,
‘ Rand mit zu ihm senkrecht stehenden Linien.
/gl. Corpus 69. Früher abgebildet in Wängstedt,
yptiskt konsthantverk, Abb. auf S. 3.
92. MM 10278: H 8,2, ÄD 6,9, (X> 2,5, StD 3,3 cm
Intakt bis auf zwei Herausbrüche im Rand. Beige-
brauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche.
Der grösste Teil des Gefasskörpers, mit Ausnahme
eines schmalen Hals- und breiteren Fusstreifens, ist
von zwei horizontalen Streifen überzogen, einem
oberen schmalen und unteren breiten, in denen Felder
mit Kreuzstrichen und unausgefüUte schachbrettartig
miteinander abwechseln. Striche sind auf den breiten
Rand, Schräg- bzw. Kreuzstriche auf die Henkel
gemalt.
Das Stück kommt Corpus 13 K am nächsten.
59
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93. MM 18828: H 7,75, AD 9,6, ÖD 4,1 cm
DasGeföss war mittendurch gebrochen und ist modern
geklebt; in der Bruchlinie fehlen kleine Stücke.
Beschädigungen am Rand, stellenweise korrodierte
Gefössoberfläche. Beige-brauner Ton.
Unregelmässig sphärisch. Zwei breite waagerechte
durchbohrte Schnurösen, gerader Rand.
Das ganze Gefäss mit Rand und Henkeln ist von
waagerechten Wellenlinien umzogen, die auf der leicht
gewölbten Bodenfläche in einer Spirale enden.
Brunton, Mostagedda, pl. XXXV 8 (SD 4S-53).
94. MM 18822: H 7,3, Ad 10,1, ÖD 3,9 cm
Intakt bis auf einen Herausschlag im Rand. Röt^
licher Ton mit stellenweise hellerem Belag.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte angebohrtc
Schnurösen, gerader Rand.
Die Fläche zwischen den Henkeln ist auf jedei
Seite vom Rand aus mit waagerechten, in der Mitte
nach oben geknickten Linien bemalt. Neben da
Henkeln ist freier Raum gelassen, sie selbst sind ml
Strichen bemalt wie auch der Rand. Den Ge&sboda
überziehen zwei sich kreuzende Bänder von je drei
Wellenlinien.
Corpus 9 H.
60
4
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5. MM 10956: H 8,3, ÄD 10,25, 4,55 cm
itakt bis auf Herausschläge im Rand. Beige-brauner
on.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
chnurösen, nach innen abgeschrägter Rand.
Die Bemalung ist sehr flüchtig und unregelmässig
id anscheinend ohne Parallele: unter dem Rand be-
nden sich zunächst waagerechte gewellte Linien, die
ch über die Henkel nach unten fortsetzen, während
vischen diese senkrechte Linien und einige Punkte
itnalt sind. Der untere Gefässteil ist von einer
x)ssen Spirale bedeckt, der Rand trägt ein Rhomben-
usier.
Die Form entspricht der Corpw5-Gruppe 9, der
ekor ist jedoch abweichend.
96. MME 1969:96: H 12,8, ÄD 17,2, ÖD 7,7-7 ,9 cm
Leichte Beschädigungen am Rand, an den Henkeln
und in der Bodenfläche. Moderne Reparaturen im
Rand. Beige-brauner Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand.
Vier senkrechte Bänder, gefüllt mit waagerechten
Wellenlinien, ziehen sich über den Gefasskörper und
über die Henkel vom Rand bis zu einer Spirale, die
die leicht gewölbte Bodenfläche bedeckt. Der Rand ist
mit kreisförmigen Wellenlinien bemalt.
Corpus 68 B (Petrie, Prehistoric Egypt, 21: 68 be-
ginnt mit SD 39).
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97. MM 18847: H 13, ÄD 17,9, C)D 8,3-8,6cm
Ein modern geklebter Sprung geht durch das ganze
Gefäss, Stücke im Boden fehlen. Korrosion am Rand
und in der Oberfläche in der oberen Gefässzone.
Beige-brauner Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, leicht nach innen abgeschrägter Rand.
Sechs senkrechte Streifen, gefülh mit waagerechten
Wellenlinien, überziehen Gefässkörper und Henkel.
Sie münden auf eine Spirale, die vom Mittelpunkt des
leicht gewölbten Bodens ausgeht.
Form und Dekor sind entsprechend bei Corpus
68 A (SD 39^1), B, M (SD 63), die jedoch nicht
so sorgfältig bemalt sind.
98. MM 10 290: H 12, ÄD 18,7, ÖD 7 cm
Leichte Abschürfungen am Rand und an den HcJ
kein und einige Sprunge in der Gefössoberflächej
Beige-brauner Ton, stellenweise glänzend.
Unregelmässig sphärisch. Zwei breite waagerecht
durchbohrte Schnurösen, von denen eine ein Bohrlocfa
an der Unterseite hat; gerader Rand.
Acht senkrechte Streifen, gefüllt mit waagerechte«
Wellenlinien, überziehen den Gefässkörper vom Rand
aus, zwei davon laufen auch über die Henkel. Di^
Streifen treffen auf eine Spirale in der Mitte dt
Bodens. Der Rand ist mit Rhomben bemalt.
Vgl. Corpus 68 A (SD 39^1); 68 B; 68 M (SD töl
Zur Politur cf. Lucas, Materials*, 370 f. und Möller,
Abusir el-Meleq, 22 undTaf. 12, 35.
62
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MM 18843: H 14,8, ÄD 22,1, (to 8-8, 6 cm
äs Gefass war ganz in Stücke geschlagen und ist
ödem mit Gips und Klebstoff zusamnjengesetzt
Orden; ein Henkel ist zur Hälfte aus Gips ergänzt,
sige-brauner Ton.
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte
hnurösen, gerader Rand.
Zehn senkrechte Streifen, gefüllt mit waagerechten
ellenlinien, überziehen Gefflsskörper und Henkel.
t treffen auf eine Spirale in der Mitte der leicht
wölbten Bodenfläche auf. Der Rand ist mit zu ihm
nkrecht stehenden Strichen bemalt.
Vgl. Corpus 68 A (SD 39^1), 68 M (SD 63).
100. MM 18876: H 15,3, ÄD 8,7, (to 4,1, StD 4,4 cm
Herausschläge im Rand und kleine Verletzungen der
Gefassoberfläche. Beige-brauner Ton, stellenweise
glänzend.
Wellenhenkelgeffiss. Zwei deutliche Wellenhenkel,
runder Rand, unebene Standfläche.
Oberhalb der Henkel ziehen sich drei Abschnitte
von je sechs waagerechten Wellenlinien um das
Gefäss, unterhalb der Henkel sind es drei Abschnitte
zu vierzehn waagerechten Linien, die gegen die drei
oberen schachbrettartig versetzt sind.
Corpus 5 H (SD 62) und 12 D stehen nahe,
weichen aber im Dekor etwas ab. Zur Politur cf.
Lucas, Materials^, 370 f. und Möller, Abusir el-Meleq,
22undTaf. 12, 35.
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101. MM 10S06: H 14,6, ÄD 7,8, ^ 3.8^.4. SiD
3,5 cm
Herausschläge im Rand, kleine Beschädigungen in der
Gefässoberfläche. Beige-brauner Ton.
Wellenhenkelgefäss. Zwei nicht sehr schöne Wellen-
henkel, runder Rand, unebene Standfläche.
Zwei Gruppen gewellter waagerechter Linien ziehen
sich zwischen den Henkeln hin, über einen Henkel
laufen ausserdem drei senkrechte Linien zum Hals.
Drei Abschnitte zu je sechs Linien verlaufen um die
Gefässmitte, zwei ähnliche um den Fuss, zwischen
ihnen drei senkrechte Striche.
Verwandt nach Form und Dekor sind Corpus 5 H
(SD 62), 12 D und Petrie-Quibell, Naqada and Bailas,
pl. XXXIII 3.
102. MM 18 877: H 13,3, ÄD 7,7, ÖD 3,8, StD 3,15-
3,45 cm
Ein grosser Herausschlag im Rand, korrodierte Gt\
fässoberfläche. Beige-brauner Ton, stellenweise mi^
hellerem Belag.
Wellenhenkelgefiiss. Zwei deutliche WeUenbeakdJ
runder Rand, unebene Standfläche.
Sieben Streifen waagerechter Wellenlinien umzkhei^
den Gefilsskörper in unterschiedlicher Höhe.
Vgl. Corpus 5 H (SD 62) und 12 D; Petrie-Quä)dl|
Naqada and Ballas, pl. XXXIII 3. |
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1)3. MM 13961: H 23,7, ÄD 14,9, ÖD 8,3-8,5, S©
cm
wei vom Rand ausgehende Sprünge und drei kleine
ipsreparaturen im Gefässkörper. Rötlicher Ton.
Wellenhenkelgefäss. Das Gefass hat zwei schöne
reite Wellenhenkel und etwas höher zwei breite
aagerechte durchbohrte Schnurösen. Runder Rand,
osse, etwas unebene Standfläche.
Sechs konzentrische Wellenlinien umziehen den
als, weitere Wellenlinienabschnitte ziehen sich über
le vier Henkel.
Gefasse mit Wellenhenkeln und Schnurösen finden
ch z.B. in Corpus Gruppe 2 (nach Petric, Pre-
storic Egypt, 17: SD 52, 60-05), jedoch mit ab-
eichendem Dekor. Vgl. auch Garstang, Mahasna,
l. XXV 7.
104. MM 11 139: H 22,8, ÄD 18, ÖD 7,4-8,5, StD
8,3 cm
Intakt bis auf Herausschläge im Rand. Beige-brauner
Ton.
Länglich-bauchig. Keine Henkel, runder Rand,
unebene Standfläche.
Unter dem Rand umziehen sechs waagerechte
Wellenlinien den Gefässkörper. Daran schliessen sich
dem Fuss zu acht Abschnitte waagerechter Wellen-
linien, drei zu 16, fünf zu 14 Linien, an mit unbe-
malten Zwischenräumen dazwischen.
Die Form steht den 20er Typen des Corpus nahe,
sie ist nicht so bauchig wie 20 N, aber auch nicht
so schlank wie 20 C (SD 75). Der Dekor ähnelt Mond-
Mycrs, Armani I, pl. XXV, D 10 gl (SD 50-^3?), der
dort jedoch bis zum Fuss herunterreicht.
-Buleiin 10 1973
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105. MM 18787: H 28,3, ÄD 16,1, ÖD 7,5-7,7, StD
5,3 cm
Intakt bis auf leichte Herausschläge im Rand; rauhe,
z.T. korrodierte Oberfläche. Grauer Ton.
Länglich. Keine Henkel, abgesetzter, wohl geson-
dert gedrehter Hals, runder Rand, unebene Stand-
fläche.
Unter dem Hals gibt es vier Abschnitte von je zwölf
waagerechten, fluchtig gemalten Wellenlinien mit
freiem Raum dazwischen, die etwa ein Drittel des
Gefasskörpers bedecken.
Die Form kommt Corpus 20 C nahe (SD 75), der
Dekor ist etwas abweichend. Zum gesondert gedrehten
Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 und
Mond-Myers, 1, 167 und 177 flf.
106. MM 10 302: H 1 5,6, ÄD 13,8, ÖD 5,8, StD 4,8 cm
Intakt bis auf einen Sprung am Fuss. Beige-braunq
Ton.
Bauchig. Keine Henkel, deutlich abgesetzter, woli|
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebem
Standfläche.
Die obere Hälfte des Gefasskörpers ist mh zebi^
verschieden breiten Gruppen waagerechter, leidil
gewellter Striche in wechselnder Anzahl bemalt. Dies^
Gruppen sind am Hals z.T. schräg gestellt. I
Corpus 20 M (SD 62-71). Zum gesondert gedrehte^
Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 ud
Mond-Myers,i4r/na/t/ 1, 167 und 177 ff.
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7. MM 18 813: H 10,5, ÄD 12, (to 5 cm
takt bis auf Herausschläge im Rand. Rötlicher Ton.
Sphärisch. Keine Henkel; der Hals ist deutlich
gesetzt und wohl gesondert gedreht; runder Rand.
Fünf^hn Gruppen von je drei waagerechten Wel-
ilinien umgeben in zwei Ringen den oberen Gefass-
rper, z.T. schachbrettartig versetzt.
[>iese Form ohne Ösen fehlt im Corpus; vgl. aber
trie, Tarkhan II, pl. XXXI 87 k. Zum gesondert
drehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28
d Mond-Myers, Armani I, 167 und 177 flf.
108. MM 1 1 429: H 17,7, ÄD 18,3, ÖD 7, StD 4,9 cm
Intakt bis auf einige Oberflächenbeschädigungen.
Beige-brauner Ton.
Bauchig. Zwei schmale, waagerecht durchbohrte
Schnurösen, runder Rand, unebene kleine Standfläche.
DerGe&sskörper ist sehr bauchig und läuft spitz zu.
Drei Abschnitte von je neun Wellenlinien umziehen
Hals und Henkel in waagerechter Richtung. Darunter
umlaufen fünf entsprechende Abschnitte den Gefass-
körper; alle sind unterschiedlich breit.
Form und Dekor sind nicht genau in dieser Art be-
legt, kommen jedoch Corpus 12 B (SD 41-64) am
nächsten.
67
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109. MM 18788: H 46,2, ÄD 31,6, ÖD 8.6-8,8cm
Intakt bis auf Sprünge und kleinere Unregelmässig-
keiten in der Gefössoberfläche. Hellgrauer Ton,
stellen wiese rötlich.
Ovoid. Keine Henkel; scharf abgesetzter, wohl
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, spitz zu-
laufender gerundeter Boden.
Drei Abschnitte von je zehn waagerechten Wel-
lenlinien umziehen die Schulter. Zwei ,,pot-marks''
sind eingeritzt: ein grosses auf dem Gefiisskörper und
ein kleines unterhalb des Randes.
Vgl. Scharff, Altertümer I, Taf. 34, Nr. 342 und
S. 155: Form und Ton sind typisch für Petries Gruppe
„Lflfe“ (cf. Corpus pl. 49, Nr. 47 A). Zu den ,j>ot-
marks**: Petrie, Diospolis parva, 29; Baumgartel,
Cultures I, 33. Listen in: Petrie, Diospolis parva, pl.
XX-XXlll: die Gruppe 130-161 steht dem x unterhalb
des Randes nahe, Nr. 186 der Marke auf dem
Gefässkörper; Petrie, Tarkhan 11, pl. XX-XXI (SD
80-81); Brunton, Mostagedda, pl. XXXVIll und p.
85; Randall-Maciver/Mace, £/i4/nrn/i, pl. XVII; Brun-
ton, Matmar, pl. XXll und p. 18; Brunton/Caton-
TYkomp^n ^ Badarian Civilisation, pl. LIV f. und p. 55:
Einritzungen vor dem Brennen sollen sich auf den
Hersteller, nach dem Brennen auf den Besitzer
beziehen. Zum gesondert gedrehten Hals cf. Baum-
gartel, Predynastic Egypt, 28 und Mond-Myers, i4r-
mant I, 167 und 177 ff.
110. MM 18 812: H 17,8, ÄD 15,6, ÖD 8.2-9,3, SC
8 cm. Deckel: H 4,4, D 9,4 cm
Ein grosses Stück des Gefiisskörpers, das herausge
brochen war, ist modern geklebt; kleine Beschädi
gungen am Rand. Rötliche Oberfläche mit heUeiei
Reken, die wohl Reste eines Überzuges sind.
Deckelgefäss. Keine Henkel; kein äusserer Rand
sondern eine innere Kante mit vier Durchbohningca
eine davon auQseschlagen. Durch diese Locher und da
in der Spitze des Deckels wurden Schnüre zur Be
festigung des Deckels gezogen. Dieser ist von kegd
förmiger Gestah und innen hohl.
Die obere Hälfte des Gefässkörpers ist mit breitei
horizontalen Streifen von je fünf Wellenlinien bemalt.
Der Form nach stehen Corpus 20 B und BruntonI
Caton-Thompson, Badarian Civilisation, pl. XXXDC,
20 b2 und 20 b3 (SD 78) nahe, die jedoch im Deka
abweichen; vgl. auch Brunton, Matmar, pl. XXI V
das undekoriert ist. 2Uim Überzug cf. Lucas, Matm
ab*, 383 und die dort zitierte Literatur.
68
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I. MM 18 814: H 14, ÄD 13, 7. ÖD 4, 4, so 6, 9 cm
takt bis auf einen Herausschlag im Rand. Hell-
auer Ton mit rötlichen Flecken.
Bauchig. Keine Henkel. Der lange eingezogene Hals
it dem nach aussen umgebogenen runden Rand
heint gesondert gedreht und eingesetzt zu sein.
x>sse, etwas unebene Standfläche.
Vier konzentrische Wellenbänder umziehen den
eren Gefasskörper. Eine Einritzung unten am
^sskörper könnte möglicherweise ein ,j}ohmark*"
in. Dieser Typ scheint sonst nicht belegt zu sein.
Zur Gefässform vgl. Petrie, Tarkhan 11 , pl. XXXI
s (SD 78 ) und Brunton, Qau and Badari 1 , pl. XV
E2, die jedoch undekoriert sind; zur späten
itierung: Scharff, Altertümer 1 , 143 und Baumgartel,
iltures I, 88; zum Gefäss mit gesondert gedrehtem
ils: Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 und Mond-
yers, Armant 1 , 167 u. 177 ff. Zu den ,j}ot-marks"*
1. die Literatur bei Kat.nr. 109.
112. MM 18815: H 7,3, ÄD 8,2, ÖD 3,5 cm
Intakt bis auf einen Herausschlag im Rand. Beige-
brauner Ton.
Sphärisch. Die zwei ziemlich kleinen Henkel sind
senkrecht durchbohrt und liegen nicht genau auf dem
Gefässdurchmesser. Runder Rand.
Ein waagerechtes Band von drei Wellenlinien um-
läuft das Gefäss zwischen dem Rand und den Henkeln,
ein zweites unterhalb der Henkel. Vier Gruppen von je
drei Strichen sind auf den Rand gemalt.
Die sphärische Form ist geläufig, jedoch mit
senkrecht durchbohrten Henkeln und diesem Dekor im
Corpus nicht belegt. Vgl. sonst z.B. 9G (SD 33-63).
69
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113. MM 11 083: H 6,2, ÄD 8,2, ÖD 6,5, SO 7,4 cm
114. MM 18 836: H 7,2, ÄD 18,6, ÖD 17, SO 4,9 cm
Leichte Beschädigungen am Rand. Beige-brauner Ton.
Niedriger Becher. Keine Henkel, rund nach aussen
umgebogener unregelmässiger Rand, etwas unebener
Boden.
Acht Gruppen zu je vier Wellenlinien bedecken den
ganzen Gefässkörper schachbrettartig.
Vgl. Petrie, Tarkhan II, pl. XXXI 91 r (SD 77), das
auch Gruppen von Wellenlinien, jedoch nicht
schachbrettartig versetzt, aufweist. Früher abge-
bildet in Wängstedt, Egyptiskt konsthantverk, Abb.
auf S. 3.
Intakt. Hellgrauer Ton, stellenweise rötlich.
Offene Schale. Aussen markierter runder Rand, un*
ebener Boden.
Aussendekor: Fünf Abschnitte von je sechs waage^
rechten Wellenlinien umziehen den Rand. Innendekor
Vier Abschnitte von je neun waagerechten, in dd
Mitte nach oben geknickten Linien finden sich aio
Rand, Gruppen von drei und sechs Wellenlinien in
der Mitte. Der Rand trägt Gruppen von Strichen.
Die Form kommt Corpus 79 M (nach Petrie, /VfJ
histork Egypt, 21: SD 60 und später) am nächsten,
bei dem die Wellenlinien jedoch senkrecht, nichl
parallel zum Rand verlaufen. Die Form ist häufig Ü
Negade 1, aber nur selten in Negade II belegt.
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15. MM 11091:H 15,7.ÄD 13,3, ÖD7,9, SO 6,6cm
itakt bis auf einen Sprung. Rötlicher Ton.
Deckelgefass. Keine Henkel. Kein äusserer Rand,
igegen eine innere Kante mit vier Durchbohrungen
im Anbringen eines Deckels, der nicht erhalten ist.
Die obere Hälfte des Gefasskörpers ist mit ver-
reuten Gruppen von je drei waagerechten Wellen-
den fluchtig bemalt.
Die Form gleicht Corpus 20 B, das jedoch senk-
chte und waagerechte Wellenlinien aufweist. Vgl.
ich Brunton/Caton-Thompson, Badarian Civilisa-
m, pl. XXXIX 20 b2 und 20 b3 (SD 78), die aber
enfalls im Dekor abweichen, und Brunton, Matmar,
. XXI 8, das undekoriert ist.
1 16. MM 10 300: H 24,6, ÄD 20,3, ÖD 7,3, SO 6,5 cm
Ein Herausschlag im Rand, Unebenheiten in der
Gefassoberfläche. Hellgrauer Ton mit einem grossen
rötlichen Fleck.
Bauchig. Keine Henkel, leicht abgesetzter, vielleicht
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene
Standfläche.
Waagerechte kurze dicke Striche sind vom Hals
bis etwa zur weitesten Stelle aufgemalt.
Corpus 66 B (SD 69, 75) kommt am nächsten. Zum
gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic
Egypl* 28 und Mond-Myers, Armant I, 167 und 177 ff.
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117. MM 18798: H 23,6, ÄD 20,1, ÖD 7,3-7,6, SO
6,4-6,7 cm
Je ein Herausschlag im Rand, in der Gefässoberfläche
und in der Standfläche. Vier nnodeme Klebungen in der
Standfläche. Beige-brauner Ton.
Bauchig. Keine Henkel, deutlich abgesetzter,
vielleicht gesondert gedrehter Hals, runder Rand, sehr
unebene Standfläche.
Kurze leicht gebogene Striche bedecken in waage-
rechter Richtung denGefässkörper vom Hals bis etwas
über die Mitte hinaus.
Corpus 66 B (SD 69, 75) kommt am nächsten, ist
aber etwas unregelmässiger im Dekor. Zum gesondert
gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28
und Mond-^yers, Armani 1, 167 und 177 ff.
118. MM 18801:H 16,5,AD13,ÖD5,6-5,8,StD6ci^
Intakt. Roter Ton.
Bauchig. Keine Henkel, langer abgesetzter, wall
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebea
Standfläche.
Bogenförmige Striche in waagerechter Richtung ua
unregelmässiger Anordnung bedecken den Geflsskä
per.
Am nächsten steht Corpus 66 K (SD 70?), dessel
Hals jedoch nicht so lang ist. Zum gesondert g
drehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 2
und Mond-Myers, Armani 1, 167 und 177 ff.
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19. MM 10304: H 12,9, ÄD 12,6, ÖD 5,45-5,9, SO
8 cm
itakt. Grauer Ton, stellenweise etwas glänzend.
Bauchig. Keine Henkel, runder unregelmässiger
and, unebene Standfläche.
Unregelmässige bogenförmige und kommaartige
liehe bedecken den Gefasskörper.
Corpus 66 C, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17:
> SD 69. Zur Politur cf. Lucas, Materials*, 370 f.
id Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35.
120. MM 18 849: H 20, ÄD 18,5, ÖD 7,7, StD 6,9 cm
Intakt. Ziemlich korrodierter Rand. Der helle Überzug,
auf den die Bemalung aufgetragen ist, ist z.T. ab-
gesprungen. Beige-brauner Ton.
Bauchig. Keine Henkel, abgesetzter vielleicht
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene
Standfläche.
Unterhalb des Randes umgeben fünf waagerechte
Streifen von je vierzehn Wellenlinien das Gefäss, die
durch fünf Bänder je zweier senkrechter Wellenlinien
von einander getrennt sind. Der Dekor reicht etwa
bis zur weitesten Ausbuchtung desGefasskörpers.
Der Form nach ist Corpus 20 N entsprechend, das
im Dekor jedoch abweicht. Zum Überzug cf. Lucas,
Materials*, 383 und die dort zitierte Literatur. Zum
gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynasiic
Egypt, 28 und Mond-Myers, Armant I, 167 und 177 ff.
Bulletin 10 1973
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121. MM 18842: H 19,2, ÄD 17,5, ÖD 4,9, SO 5,9 cm
Intakt bis auf Herausschläge ün Rand. Beige-brauner
Ton.
Bauchig. Keine Henkel, abgesetzter, vielleicht ge-
sondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene Stand-
fläche.
Unterhalb des Randes umgeben fünf Bänder von je
neun waagerechten Linien das Gefäss, zwischen die
fünf Bänder von je drei senkrechten eingeschoben
sind. Die Senkrechten werden nach einem freien
Zwischenraum von drei waagerechten Strichen ge-
schnitten, wobei ein Karomuster entsteht. Der untere
Abschnitt des Gefässes und die Standfläche sind un-
bemalt.
Die Form kommt Corpus 20 N sehr nahe, das
jedoch im Dekor nicht so durchgearbeitet ist; stärker
noch durchkomponiert als das hier behandehe Stück
ist 21 M, vgl. auch Petrie, Diospolis parva, pl. XV
21 b. Zum gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel,
Predynastic Egypt, 28 und Mond-Myers, Armant 1,
167 und 177 ff.
122. MM 18832: H 15,5, ÄD 17,1, ÖD 6,6-7,l cm
Intakt; stellenweise etwas korrodierte Gefassoberj
fläche. Hellgrauer Ton, stellenweise rütlich.
Sphärisch. Keine Henkel. Der Hals und der unrege^
mässig runde Rand köruiten gesondert gedreht sein.
Sechs Gruppen zu je vier senkrechten Wefle^
linien laufen vom Hals aus dem gerundeten Boden zii.|
Das Gefäss gehört zu Corpus 26 G, 27 F und
die jedoch einen geraden Boden haben. Unten abfci
rundet, aber leicht abweichend im Dekor ist 26 M
Zum gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Pre
dynastic Egypt, 28 und Mond-Myers, Armant 1, 16 '
und 177 ff.
74
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3. MM 18830: H 14,4, ÄD 13,5, ÖD 6-6,2, StD
)cm
takt bis auf Sprünge im Rand und Unregelmässig-
iten in der Gefössoberfläche. Grauer Ton.
Bauchig. Keine Henkel, abgesetzter, vielleicht
sondert gedrehter Hals, runder unregelmässiger
nd mit zu ihm senkrecht stehenden Einritzungen,
ebene Standfläche.
Neun Gruppen von je drei senkrechten Wellenlinien
ifen in unregelmässigem Abstand vom Hals gegen
; Standfläche desGefässes.
Vg\. Corpus 26 G, 27 F und G. Zum gesondert
Irehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28
d Mond-Myers, Armani 1, 167 und 177 ff.
124. MM 18834: H 13, ÄD 14, ÖD 5,1, StD 5,7 cm
Intakt. Beige-brauner Ton.
Bauchig. Keine Henkel, runder Rand, unebene
Standfläche.
Fünf Gruppen von je vier senkrechten Linien laufen
vom Hals gegen die Standfläche des Gefässes, wo sie
in unterschiedlicher Höhe enden.
Vgl. Corpus 26 G, 27 F und G; auch Scharff,
Altertümer I, Nr. 343.
75
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125. MM 18837; H 18,8, Ad 16, ÖD 4,6 cm
Hals und Rand sind grossenteils abgeschlagen; stellen-
weise korrodierte Gefässoberfläche. Hellgrauer Ton,
anscheinend mit Überzug.
Ovoid. Keine Henkel, abgesetzter, vielleicht geson-
dert gedrehter Hals, runder Rand mit zu ihm senk-
recht stehenden Einritzungen.
Fünf Streifen von je vier senkrechten durchgehenden
oder unterbrochenen Wellenlinien laufen vom Hals
gegen den gerundeten Boden.
Form und Dekor kommen Corpus 26 A (SD 74) am
nächsten, das aber wohl grösser ist. Zum Überzug cf.
Lucas, Materials*, 383 und die dort zitierte Literatur.
Zum gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel,
Predynastic Egypt, 28 und Mond-Myers, Armant I,
167 und 177 ff.
126. MM 18 800: H 16,1, AD 15,1, ÖD 6,6, StD 6,8011
Intakt; z.T. korrodierte Oberfläche. HeOgrauer Ton,
stellenweise rötlich, anscheinend mit Überzug.
Bauchig. Keine Henkel; der Hals mitsamt den
runden Rand könnte gesondert gedreht sein; unebene
Standfläche.
Gruppen von je drei senkrechten Welknlimei
wechseln mit Abschnitten von je drei kurzen senk-
rechten Strichen ab.
Der Form und dem Dekor nach sind Corpus 24 A
(SD 61-63), 26 G, 27 F und G sehr ähnlich. Zua
gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynastk
Egypt, 28 und Mond-Myers, idrmnn/ 1, 167 und 177 ff.
Zum Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die doit
zitierte Literatur.
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27. MM 18 829: H 13,4, ÄD 12,2, ÖD 3,5, StD 4,1 cm
itakt. Beige-brauner Ton.
Bauchig. Keine Henkel. Der Hals und der runde
and sind wohl gesondert gedreht. Unebene Stand-
iche.
Vom Hals aus laufen vier Streifen von je vier
«ikrechten Wellenlinien, sich abwechselnd mit vier
reifen kurzer senkrechter gebrochener Striche,
gen den Fuss.
Vgl. Corpus 24 A (SD 61-^3), 26 G, 27 F und G.
jm gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Pre-
mastic Egypt, 28 und Mond-^yers, Armant 1, 167
id 177 ff.
128. MM 18 839: H 21,9, ÄD 18,5, ÖD 7,6-8,4, StD
6,2 cm
Der Rand ist zu etwa einem Drittel abgeschlagen.
Rötlicher Ton mit hellgrauem Überzug.
Bauchig. Keine Henkel, runder Rand, unebene
Standfläche.
Insgesamt vierzehn Streifen von je drei senkrechten
durchgehenden und unterbrochenen Wellenlinien
wechseln mit einander ab. Sie beginnen am Hals und
enden in unterschiedlicher Höhe in der Mitte bzw.
im unteren Drittel desGefässkörpers.
Vgl. Corpus 24 A (SD 61-63). Zum Überzug cf.
Lucas, Materials^, 383 und die dort zitierte Literatur.
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129. MM 10314: H 12,7, ÄD 17,2, ÖD 7,9-8,4, SO
9,1 cm
Intakt, jedoch Korrosion am Rand und an einigen
Stellen derGefiissoberfläche; Spränge. Rötlicher Ton,
stellenweise glänzend.
Wellenhenkelgefäss. Zwei fast gerade Wellenhenkel,
die nicht genau auf dem Gefässdurchmesser liegen.
Gerader Rand, unebene Standfläche.
Der ganze Gefässkörper ist bedeckt mit senkrechten
Streifen von je vier Wellenlinien abwechselnd mit
Streifen, in denen vier senkrechte Striche mit
Zwischenräumen alternieren.
Dekorierte Ware mit Wellenhenkeln ist gut bekannt:
cf. Corpus 2 N (nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17:
etwa SD 60-65), 12 D, vielfach mit zusätzlichen
Schnurösen: 2 D, K, S. Jedoch scheint kein ähnlich
breites, flaches und so dekoriertes Gefäss sonst be-
kannt zu sein. Zur Politur cf. Lucas, Materials*,
370 f. und Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35.
130. MM 10 299: H 15,5, ÄD 14, ÖD 5. 1-5,2, SO 4 cm
Intakt, z.T. etwas korrodierte Oberfläche; hellgrauer
Ton, stellenweise leicht rötlich.
Bauchig. Keine Henkel, deutlich abgesetzter, wohl
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene
Standfläche.
Dreiergruppen kürzerer und längerer senkrechter
Striche bedecken das Gefäss vom Hals bis über die
Mitte hinaus.
Corpus 26 G kommt am nächsten. Zum gesondert
gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt. 28
und Mond-Myers, Armani 1, 167 und 177 ff.
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31. MM 1 8 807: H 34,3, ÄD 28,4, ÖD 9,7, StD 7,4 cm
^as ganze Gefass war zerbrochen und ist modern
eklebt, eine Scherbe fehlt. Roter Ton mit grauem
«lag.
Bauchig. Keine Henkel, runder Rand, unebene
tandfläche.
Der Gefasskörper ist mit Dreiergruppen flüchtiger
»krechter Striche bemalt.
Corpus 26 B kommt am nächsten, ist aber schlanker.
132. MM 18802: H 19,2, ÄD 17,7, ÖD 6,85, StD
5,75 cm
Intakt bis auf Sprünge in den Henkeln; stellenweise
etwäs unebene Gefassoberfläche. Beige-brauner bis
rötlicher Ton.
Bauchig. Zwei breite waagerechte Henkel, jeder mit
zwei senkrechten Durchbohrungen; scharf abgesetzter,
wohl gesondert gedrehter Hals, runder Rand.
Vom Hals aus verlaufen viele senkrechte Linien
gegen den Fuss, deren Zwischenräume mit schwachen
dünnen Schrägstrichen ausgefüllt sind.
Die vasenförmige Gestalt ist gut bekannt, cf. Corpus
12, 26, 27, senkrecht durchbohrte Henkel und der
Dekor scheinen jedoch sonst nicht belegt zu sein.
Zum gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel,
Predynastic Egypt, 28 und Mond-^yers, Armani 1,
167 und 177 ff.
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133. MM 18795; H 23, ÄD 19,3, ÖD 7,2-7.6. S©
6,2 cm
Intakt; Unregelmässigkeiten in der Gefassoberfläche.
Rötlicher Ton mit hellerem Überzug.
Bauchig. Keine Henkel, deutlich abgesetzter, viel-
leicht gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene
Standfläche.
Sechs senkrechte Streifen von je drei unterbroche-
nen Linien gehen vom Hals bis zur Standfläche.
Corpus 26 G. Zum Überzug cf. Lucas, Materials*,
383 und die dort zitierte Literatur. Zum gesondert
gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt,
28 und Mond-Myers, Armani 1, 167 und 177 ff.
134. MM 18799: H 13,8, ÄD 14,6, ÖD 6,15-6,5. Sdj
6,3 cm
Intakt; z.T. korrodierte Oberfläche. Rötlicher Ton nnif
stellenweise weiss-grauem Belag.
Bauchig. Keine Henkel, deutlich abgesetzter, wohj
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, uneboM
Standfläche.
Kurze senkrechte Striche in Dreiergnippen unH
ziehen in zwei Reihen übereinander den Geflisskör-
per.
Vgl. Corpus 26G. Zum gesondert gedrehten Halsc^
Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 und Mond-Myers^
Armani 1, 167 und 177 ff.
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iS. MM 10292: H 18,5, ÄD 16, ÖD 5,9-6,15, StD
cm
itakt; etwas unebene Oberfläche; hellgrauer Ton.
Bauchig. Keine Henkel; deutlich abgesetzter, wohl
ändert gedrehter Hals, runder Rand, unebene
tandfläche.
Der Gefasskörper ist mit vielen kurzen senkrechten
riehen unregelmässig bemalt.
Corpus 26 G, das jedoch regelmässiger im Dekor ist.
jm gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Pre-
mastic Egypt, 28 und Mond-Aiyers, Armant I, 167
Id 177 ff.
136. MM 10 281: H 17,5, ÄD II, ÖD 6,l-^,3, StD
6,6 cm
Das ganze Gefäss war in Stücke zerschlagen und ist
modern zusammengeklebt. Beige-brauner Ton, stellen-
weise etwas glänzend.
Wellenhenkelgefass. Zwei nicht sehr schöne Wellen-
henkel, nach aussen umgebogener Rand, grosse
unebene Standfläche.
Den Raum zwischen Rand und Henkeln nehmen
sechs waagerechte Wellenkreise ein. Darauf folgt eine
Bergreihe, die auf einer Wellenlinie steht, während
sehr klein gezeichnete Wellenlinien über die Henkel
laufen. Darunter umzieht eine Bergreihe das ganze
Gefäss, woran sich drei Abschnitte zu je acht in der
Mitte nach oben geknickten Linien anschliessen.
Dem Dekor nach steht die Gruppe Corpus 59
nahe, bei der jedoch kein Wellenhenkelgefass belegt
ist. Zur Politur cf. Lucas, Materials^, 370 f. und
Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. Früher
abgebildet in L. Lundkvist-Husberg/H. Lundkvist,
Keramik som hobby, S. 10.
- Bulletin 10 1973
81
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137. MM 18808: H 19,8, ÄD 19, ÖD 9,5-9 ,7, StD
9, 1-9,4 cm
Intakt bis auf kleine Beschädigungen im Rand und in
der Gefässoberfläche. Rötlicher Ton .
Deckelgefäss, dessen Deckel nicht erhalten ist.
Nach innen vertiefter Rand mit vier Bohrlöchern, die
zur Befestigung des Deckels dienten. Keine Henkel,
unebene Standfläche.
Der Gefasskörper ist vom Rand bis etwa zur wei-
testen Ausbuchtung dekoriert. Unmittelbar unter dem
Rand umzieht eine Reihe von sog. Bergen das Gefäss.
die jedoch von vier merkwürdigen aus verschlungenen
Linien bestehenden Gebilden unterbrochen wird.
Was diese darstellen, ist nicht zu bestimmen; es gibt
keine Parallele zu ihnen. Darunter umgibt ein Band
sehr unsicher und flüchtig gezeichneter Linien den
Gefasskörper. An einer Stelle ist noch ein Gitter-
muster zwischen die Berge und die Linien eingefügt.
Dieser merkwürdige Dekor könnte eine Fälschung
sein.
Die Form ist wohlbekannt, cf.: Corpus 20 B;
Brunton/Caton-Thompson, Badarian Civilisation, pl.
XXXIX 20 b2 und 20 b3; Brunton, Matmar, pl. XM 8.
Ähnlicher, jedoch viel sorgfältigerer Dekor findet sich:
Brunton, Mostagedda, pl. XXXII, Nr. 1652; Petrie-
Quibell, Naqada and Bailas, pl. XXXIV, 59; Scharff.
Altertümer I, Taf. 15, Nr. 346, Taf. 34, Nr. 346 A;
Petrie, Diospolis parva, pl. XVI, 59 e; in allen diesen
Fällen ist jedoch die Form abweichend. Zu modernen
Malereien auf antiken Gefässen cf. Brunton, Modem
Painting on Predynastic Pots.
138. MM 11 120: H 12,8, ÄD 5,4, ÖD 4,445,
3,35-3,5 cm
•1
lud
tni
Grosse herausgcschlagene Stücke sind tnodeni
geklebt. Stark korrodierte Gefässoberfläche. Röili
Ton mit hellerem Belag.
Herzförmig-längliche Negade 1-Form. Leklii
aussen abgeschrägter Rand, zwei ^«"'1'^'' ^
waagerechte Henkel, die jedoch senkrecht durclW
sind, unebene grosse Standfläche.
Der Gefasskörper war anscheinend ganzniii'i
rechten Strichen, die regelmässige Seitenzweige
weisen, bemalt. Es handelt sich d^i un. «
Pflanzendekor, wie er von Negade
Gruppe „White cross-lined" gut
nur ausnahmsweise bei ,J)ecora,er
die schlanke Gefässform mit «rosser f ^
Negade II ungewöhnlich. Auf der Standflac
sich Reste von Kreislinien. rzi 4^Df
Vgl. an Negade IGefässen: ^
50 69, 76 H » L, .00 M.»*»»»’«“«
82
140. MM 18723: H 11,2. ÄD 8, ÖD 4-4.1. SO 2,5 cm
Das Gefäss war in mehrere grosse Stücke zerschlagen
und ist modern zusammengeklebt, ein Loch ist mit
Gips ausgefullt. Herausschläge im Rand. Beige-
brauner Ton.
Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte
durchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche.
Der Rand trägt Reste einer aufgemalten Kreislinie.
Von ihm aus und bis über die Henkel laufen je fünf
waagerechte Wellenlinien. Die zwei Hauptansichts-
seiten sind von je einer grossen Aloe ausgefullt. Auf
der einen Seite ist darüber ein Baum und eine waage-
rechte Reihe von acht Z eingefugt, auf der anderen
Seite eine entsprechende Reihe von 11 Z und eine
senkrechte Reihe von mindestens neun N. Um den
Fuss ziehen sich drei waagerechte WeUenkreise, ein
vierter ist auf die Standfläche gemah.
Corpus 36 A (SD 40, 54) und G sind sehr ähnlich
nach Form und Dekor. Zur Aloe resp. Banane cf.
Petrie, Prehistoric Egypt, 18; Vandier, Manuel 1 334
ff.; Baumann, Bemerkungen zur kultisch-mythischen
Bedeutung der Aloe in Afrika; Laurent-Täckholm,
The Plant of Naqada; Larsen, On a Detail of the
Naqada Plant. Zum Baum: Reimer, Pendeloques en
forme d'insectes.
141. MM 10308: H 19,3, ÄD 14,8, ÖD 7,7-7,8, Sl
4,5 cm
Beschädigungen am Rand, Unregelmässigkeiten in de
Gefässoberfläche. Beige-brauner Ton.
Herzförmig.GeraderRand, zwei breite, waagerechl
durchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche.
Zwei konzentrische Wellenlinien sind auf den Ran
gemah, waagerechte Wellenlinien ziehen sich voi
Rand bis über die Henkel. Die zwei Hauptansichu
flächen sind mit je einer grossen Aloe bemalt, einm
ist zum Rand hin eine schräge Reihe von seitei
verkehrten N eingefugt. Unter jeden Henkel ist ei
Baum und eine senkrechte Reihe von sehenverkeb
ten N gemalt. Die Standfläche trägt eine Spirale, di
sich bis um den Fuss herumzieht.
Corpus 36 D (SD 48) und G stehen nahe, auc
Mond-Myers, Armani 1 pl. XXV 36 al (SD 42-59|
Zur Aloe resp. Banane cf. Petrie, Prehistoric Egypi
18; Vandier, Manuel 1 334 ff.; Baumann, Bemerkungei
zur kultisch-mythischen Bedeutung der Aloe i
Afrika. Laurent-Täckholm, The Plant of Naqadi
Larsen, On a Detail of the Naqada Plant. Zum Baun
Kenner, Pendeloques en forme d'insectes.
84
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142. MM 10974: H 9,8, ÄD 6,5, ÖD 3, 5-3, 6, StD
1,5 cm
Herausschläge im Rand, stellenweise stark korrodierte
Gefassoberfläche. Rötlicher Ton, stellenweise etwas
glänzend.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
Schnurösen, gerader Rand, unebene fast spitze Stand-
fläche.
Der Rand trägt Farbspuren. Um den Hals sind drei
waagerechte Wellenkreise gemalt, von denen der
unterste die Henkel überzieht, die eine weitere
Wellenlinie tragen. Um den Gefässkörper ziehen sich
anschliessend in senkrechter Richtung eine Reihe
Berge, eine Reihe Flamingos, noch eine Reihe Berge
und fünf Wellenkreise.
Nach Form und Dekor - dieser jedoch in etwas
abweichender Reihenfolge - stehen Corpus 53 B (SD
60) und 53 B2 (SD 63) nahe. Zur Politur cf. Lucas,
Materials*, 370 f. und Möller, Abusir el-Meleq, 22
und Taf. 12, 35. Früher agbebildet im Ausstellungs-
katalog des Medelhavsmuseet Vägen tili evig beten,
Abb. 1.
85
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143. MM 10316: H 22. ÄD 23,7, ÖD 9,8-10,7, SO
7.1-7.3 cm
Intakt. Stellenweise etwas unebene Oberfläche. Beige-
brauner Ton, glänzend.
Bauchig. Runder Rand, drei schmale, waagerecht
durqhbohrte Schnurösen, unebene Standfläche.
Vom Rand aus sind zwischen die Ösen dreimal
halbkreisförmige konzentrische Wellenlinien gemalt;
ein Weilenkreis umzieht auch den Hals. Nach unten
schliesst sich ein waagerechter Zug von Flamingos an,
der an einer Steile von vier, an einer anderen von
fünf Bergen unterbrochen wird. Das Gefass ist bis zur
weitesten Ausbuchtung bemalt.
Corpus 50 (SD 46-53) und 5 1 M sind ähnlich. Zur
Politur cf. Lucas, Materials^, 370 f. und Möller.
Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. Früher abge-
bildet in Egyptiska museet Stockholm, Taf. 1 rechts.
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144. MME 1%9:97: H 11,5, ÄD 9,7, CWD 4,4-4,5,
StD 3,2 cm
Beschädigungen am Rand und an einem Henkel.
Unregelmässigkeiten in der Gefässoberfläche. Gips-
reparaturen an einem Schiffsheck. Beige-brauner
Ton, stellenweise glänzend.
Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte
durchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche.
Der Rand trägt Spuren eines Wellenmusters. Ein
Rhombendekor ist auf die Henkel gemalt, auf einer
Seite zudem zwei waagerechte Wellenlinien zwischen
Henkel und Hals, auf der anderen Seite zwei senk-
rechte, die neben dem Henkel enden. Die zwei
Hauptansichtsflächen tragen je ein grosses vielrudriges
Schiff mit einfachem Zweig am Bug, zwei Kabinen
und einer Standarte unklentifizierten Typs. Über eins
der Schiffe sind mindestens zwei seitenverkehrte N
gemalt. Die Standfläche bedeckt eine Spirale, die bis
auf den Fuss hinaufreicht. Unter die Boote sind je
zwei waagerechte, zwischen Henkel und Fuss je zwei
senkrechte Wellenlinien eingefügt.
Der Schiffstyp entspricht in allen Einzelheiten Cor-
7US 41 D, das jedoch noch weitere Dekormotive auf-
iveist und schlanker und höher ist. Zum Zweig:
Petrie, Prehistoric Egypt, 19: single branch before 46,
Standarte: ibid. pl. XXIU Nr. 24: early-middle , SD 52.
Zur Politur cf. Lucas, Materials^y 370 f. und Möller,
ibusir el-Meleq, 22 undTaf. 12, 35.
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145. MM 18724: H 8.6, ÄD 6,8, ÖD 2,4-2,5. StD
2,6 cm
Intakt bis auf Herausschläge im Rand; z.T. unregel-
mässige Gefässoberfläche. Rötlicher Ton.
Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte
angebohrte Schnurösen, unebene Standfläche.
Rand und Henkel tragen eine Bemalung von
senkrecht stehenden Strichen. Auf dem Gefässkörper
zwischen den Henkeln befindet sich auf jeder Seite
ein Schiff mit vielen Rudern, zwei Kabinen, zwei
Zweigen, die in halbkreisförmigen Gebilden enden,
am Bug und einer Standarte mit Hörnern, ln den
Zwischenraum unter den Henkeln ist jeweils ein
fächerförmiges Gebilde, das wohl als Baum anzusehen
ist, eingefugt.
Corpus 41 A (SD 51-^3) steht nahe, jedoch sind die
Zweige am Bug nicht so schematisch gezeichnet. Sie
gehören zu Petries Kategorie ,/iouble branch, before
SD 46-50"" (Prehistoric Egypt, 19). Die Standarte
steht ibid. pl. XXlll Nr. 5 (SD 50, 52. 53, early-
middle ship type) und 6 {early ship type) nahe, weist
jedoch noch mehr Bänder am Schaft auf. Zum Baum:
Keimer, Pendeloques en forme dMnsectes.
146. MM 10277: H 7,2 (beide), ÄD 6 (beide), ÖD 2.7
(eins, das andere ist im Rand ergänzt), Sd!) 1,6 cm
(beide)
Das eine Gefass dieses Zwillingsgefässes ist ganz er-
halten bis auf Beschädigungen am Rand; das andere
hat eine grosse moderne Ergänzung im oberen Ge-
fässkörper und Rand. Die Oberfläche ist so korrodiert,
dass von der Bemalung nur noch Spuren auf dem in-
takten Gefäss zu sehen sind. Beige-brauner Ton.
Herzförmig. Gerader Rand, je eine breite waage-
rechte angebohrte Schnuröse, unebene fast spitze
Standfläche.
Vom Dekor sind noch Spuren je eines Schiffes auf
der Vorder- und Rückseite des intakten Gefasses zo
sehen. Unter der Schnuröse ist ein Baum eingef>.
Das eine Schiff trägt eine Standarte mit zwei Bergen.
Zum Gefässtyp vgl. Corpus 47 M , zum Dekor in etwa
40 M, 43 K. Zum Baum: Keimer, Pendeloques en
forme d'insectes. Die Standarte entspricht Petrie.
Prehistoric Egypt, pl. XXlll nr. 18 (SD 46-53)
,^arly ship type"".
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47. MM 1 1 123: H 9.3, ÄD 6,8, ÖD 2,6, StD 3,3 cm
^Schädigungen am Rand und an einem Henkel,
eige-brauner Ton.
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte
chnurösen, gerader breiter Rand, grosse unebene
tandfläche.
Vier Gruppen zu vier, fünf, sechs bzw. sieben senk-
^hten Strichen bedecken den Rand, drei waage-
x:hte Wellenlinien jeden Henkel. Die zwei Haupt-
isichtsflächen sind mit je einem vielrudrigen Schiff
it zwei Kabinen bemalt, das zwei Zweige am Bug
ad eine Standarte mit drei Bergen bzw. mit Hörnern
ägt. Darunter sind um den Gefassfuss herum drei
äume gemalt, ln die freien Zwischenräume sind hier
nd da Reihen von S eingestreut. Der Boden trägt
in Rhombenmuster, von einer Kreislinie umschlos-
m.
Der Form und Dekorkomposition nach stehen
runton/Caton-Thompson, Badarian Civilisation, pl.
L 43d und 43 d2 sehr nahe, die jedoch andere
weige am Bug und abweichende Standarten tragen.
41 den Zweigen cf. Petrie, Prehistoric Egypt, 19:
Pouble branch before 46^50*'; zu den Standarten
)id. pl. XXIll nr. 19 u. 5-6. Zum Baum: Keimer,
tndeloques en forme dMnsectes. Früher abgebildet in
Vängstedt, Egyptiskt konsthantverk, Abb. auf S. 3.
^-Bulletin 10 1973
89
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148. MM 10600: aus Mostagedda. H 15,5, ÄD 10,3,
ÖD 5,9, StD 3,3 cm
Intakt bis auf leichte Beschädigungen am Rand und in
derGefässoberfläche. Beige-brauner Ton.
Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte
angebohrte Schnurösen, unebene Standfläche. Die
helle Farbe scheint von einem Überzug herzustammen,
der ungleichmässig erhalten ist.
Der Rand trägt ein Rhombenmuster, die Henkel
senkrechte Striche. Zwischen ihnen und dem Rand
befinden sich je fünf in der Mitte geknickte Linien.
Jede Fläche zwischen den Henkeln trägt ein Boot mit
vielen Rudern, auf dem sich zwei Knuten befinden,
eine mit einer Standarte mit drei Hügeln ohne Farb-
ausfüllung. Am Bug sind zwei mit Querlinien gefüllte
Zweige angebracht, die drei tropfenförmige Gebilde als
Abschluss aufweisen. Unter diese beiden Schiffe ist je
ein sog. Segel gemalt mit je einer Schiffskabine
daneben. Zwischen diese ,,Seger" und unterhalb der
Henkel sind zwei grosse Aloen gezeichnet, über eine
von ihnen zudem noch drei schräggestellte S.
Corpus 41 B (SD 46), J, N, S haben dieselbe
Motivzusammenstellung, weichen aber in Einzelhehea
ab. Cf auch Scharff, Altertümer I, Taf. 14 Nr. 329,
389. Das Stockholmer Gefass ist abgebildet: Brunton,
Mostagedda, pl. XXXII 6: 221=pl. XXXV Nr. 41
Zum Überzug cf. Lucas, Materials^, 383 und die dort
zitierte Literatur. Zur Aloe resp. Banane: Petrk.
Prehistoric Egypt, 18; Vandier, Manuel I 334 ff.;
Baumann, Bemerkungen zur kultisch-mythischen
Bedeutung der Aloe in Afnka. Laurent-Täckholm,
The Plant of Naqada; Larsen, On a Detail of the
Naqada Plant. Zum Baum: Reimer, Pendeloques en
forme d'insectes. Zum Segel: Vandier, Manuel 1 346 f.,
Petrie, Prehistoric Egypt, 21. Zur Standarte: dicstf
Typ fehlt in Petries Liste: Prehistoric Egypi, pl-
XXIII.
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149. MM 18 726: H 22,5, ÄD 22,5, ÖD 10,6-10,85,
StD 8,2 cm
Herausschlag im Rand, Unregelmässigkeiten in der
Gefassoberfläche. Beige-brauner Ton.
Bauchig. Runder Rand, drei schmale, waagerecht
durchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche.
Sechs Abschnitte von je vier waagerechten Wellen-
linien, durch senkrechte seitenverkehrte N getrennt,
umziehen den Hals. Daran anschliessend ist zwischen
die Ösen je ein grosses vielrudriges Schiff mit zwei
Kabinen, einem Zweig am Bug und einer Standarte
unidentifizierten Typs gemalt. Hier und da sind Reihei
von S eingefügt, über zwei der Schiffe ausserdem ein
Baum. Unter zwei Ösen sind je zwei senkrechte Wel-
lenlinien, unter die dritte eine waagerechte Reihe S so-
wie zwei waagerechte Wellenlinien gemalt.
Die Schiffsdarstellung entspricht Petrie, Diospoh
parva, pl. XX Nr. 6. Ähnlich ist dasGefass de Morgan.
Läge de la pierre, pl. VIII bei S. 160, Nr. 1 a-b. Za
einem einzelnen Zweig am Bug vgl. Petrie. /Ve-
historic Egypt, 19: before 46; zur Standarte: ibkl. pl.
XXlll Nr. 24. Zum Baum: Keimer, Pendeloques en
forme d'insectes.
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150. MM 10 293: H 17,5, ÄD 14, ÖD 7,8, StD 5,6 cm
Das ganze Gefäss war in Stücke zerschlagen und ist
modern zusammengeklebt. Drei moderne Gipsergän-
zungen im Gefässkörper, zwei im Rand. Hellbrauner
Ton mit hellerem Belag.
Herzförmig. Leicht nach innen abgeschrägter Rand,
zwei waagerechte durchbohrte Schnurösen, unebene
Standfläche.
Der Rand trägt ein zum Teil verwischtes Rhom-
benmuster. Zwischen Rand und Henkel sind 3 bzw.
4 in der Mitte geknickte Linien eingefugt. Auf die
Ösen sind Wellenlinien gemalt. Zwischen den Ösen
befindet sich auf den beiden Hauptbildflächen je ein
vielrudriges Schiff mit zwei Kröten, einer Standarte
mit drei Paar Hörnern neben einander und dreifach
gegliedertem Zweig am Bug. Wellenlinien sind in den
freien Raum über den Schiffen eingestreut. Tiefer
unter den Ösen befmdet sich je eine grosse Aloe.
Zwischen diese Pflanzen und die Schiffe sind folgende
Gegenstände eingefügt: eine Reihe von Z, einer 8
ähnelnde Gebilde, sog. Bäume, Kajüten, sog. Segel
und Wellenlinien. Die Standfläche ist mit einer Spirale
bemalt, die mit einem Ring bis auf den Gefässkörper
hinaufreicht.
Vgl. Corpus 41 A (SD 51-63), B (SD 46), J. M, N.
S, U. Der Standartentyp ist bei Petrie, Frehistonc
pf Xlll nicht verzeichnet. Die drei Zweige
mit Querstrichen dazwischen gehören nach Petrie.
op.cit., 19 zu SD 52-63. Zum „Segel“: op.cit. 21,
Vandier, Manuel I, 346 f. Zum Baum: Keimer.
Pendeloques en forme d'insectes. Früher abgebildet
in Egyptiska museet Stockholm, Taf. 2 Mitte.
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151. MM I0310:H2I.2,ÄD20.5,ÖD7.^.StD7cm
Intakt. Unregelmässigkeiten in der Gefössoberfläche.
Beige-brauner Ton.
Bauchig. Runder Rand, keine Henkel, unebene
Standfläche.
Vier konzentrische Wellenlinien umziehen den Hals,
an die sich zwei Halbkreise zu acht bzw. neun
konzentrischen Wellenlinien anschliessen. Zwischen
diese Halbkreise ist je ein grosses vielrudriges Schiff
mit zwei Kabinen, zwei Zweigen am Bug und einer
Standarte unidentifizierten Typs gesetzt. Das eine
Schiff trägt zudem erhöht zwischen den Kabinen eine
Frauengestalt mit über dem Kopf erhobenen Arm
Das andere Schiff hat eine ähnliche Frauengestal
über der naher am Bug liegenden Kabine mit einen
Manne daneben.
Der Szene „Schiff mit Figuren'* kommt Corjm
46 D (SD 50) am nächsten, cf. auch Capart. Lti
debuts de Vart en ^gypte, Fig. 83 auf S. 116; (k
Morgan, Läge de la pierre, pl. X2 bei S. 162. Zudei
zwei Zweigen cf. Petrie, Prehistoric Egypt. It
before 46-50: zu den Standarten: ibid. pl. XXlll Nr.
bzw. 5 und 6. Früher abgebildet in Egypiiska muset\
Stockholm, Taf. 1 links.
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152. MM 10312; H 7.2. ÄD 5,9, ÖD 3,8, SlD 2,5-
2,7 cm
Leichte Abstossungen an Rand und Henkeln, unebene
Gefässoberfläche. Heller Überzug auf hellem Ton.
Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte
durchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche.
Der Rand trägt ein waagerechtes, jeder Henkel ein
senkrechtes Wellenmustcr. Auf die beiden Haupt-
ansichtsflächcn ist je ein Schiff eines Typs, der viel-
leicht eine moderne Erfindung ist, gemalt. Es hat die
bekannte gebogene Form, jedoch keine Ruder, dage-
gen einen Dekor von vielen senkrechten Strichen. Am
Bug ist eine merkwürdige verschlungene Verzierung
angebracht, ln der Mitte des Schiffes steht ein Baum,
der mit zwei grossen geschwungenen Ästen, die beide
viele senkrechte, parallel herunterhängende Zweige
oder Blätter tragen, das ganze Schiff überschattet
Auf dem Schiff, durch den Baum getrennt, befinda
sich zwei mit hochgezogenen Aussenwaodcn.
in denen je eine Gestalt steht, deren Körper völlig
ungegliedert dreiecksförmig dargestellt ist. Sie hat
ein punktförmiges Gebilde als Kopf. Ausserhalb jeder
Kiyute steht je eine ähnliche, aber grössere Figur,
bei der der Hals oder Oberkörper durch einen Strich
angedeutet ist. Die freien Flächen zum Rand bvn.
zur Standfläche hin sind mit Wellenlinien ausgefuflt.
Der Gefässtyp ist wohlbekannt, cf. etwa Corpus
41 A, (SD 51-^3). Zum Schiffstyp cf. Brunton.
Modem Painting on Predynastic Pots und Kantor.
The Final Phase of Predynastic Culture, Fig. 5 F.
G, die andere merkwürdige Boote mit ähnlich stili-
sierten Figuren wiedergeben. Zum Überzug: Lucas.
Materials^, 383 und die dort zitierte Literatur.
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53. MM 10 313: H 7,1, ÄD 5,5, ÖD 2,^3, StD 2,6 cm
Beschädigungen am Rand und in der unebenen
}efassoberfläche, auch an beiden Henkeln, von denen
ler eine aufgeschlagen ist. Heller Überzug auf hellem
on.
Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte
urchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche.
Der Dekor entspricht völlig dem von Kat.nr. 152,
r ist nur in etwas kleinerem Masstab ausgefuhrt und
uf einer Seite etwas abgegriffen.
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IS4. MM II 125: H 18,5. ÄD 12,4. ÖD 6,6-«.8, StD
6J cm
Intakt bis auf Herausschläge im Rand. Unregelmässige
und konrodierte Gefässoberfläche. Roter Ton.
Wellenhenkelge&ss. Runder Rand, zwei nicht sehr
schön geformte deutliche Wellenhenkel, unebene
grosse Standfläche.
Die Bemalung ist nach Stil und Motiv einzigartig:
auf die Gefässoberfläche verstreut sind in flüchtiger
Weise ein Bock mit langen, rückvärts geschwungenen
Hörnern, ein Schiffskörper (?), ein Flamingo mit zwei
gesondert gemalten Federn und ein Mann, der offen-
sichtlich die Arme in die Höhe gehoben hat und viel-
leicht Federn im Haar trägt. Ganz ungewöhnlich ist
die lose Streuung über die Gefässoberfläche und die
Malweise, in der besonders der Mann ausgefuhrt ist.
Der Gefässtyp ist in Negade 11 wohlbekannt, zu
den einzelnen Motiven vgl. Corpus 47 M: Bock;
Corpus 43 C: Flamingo und Schiffskörper, jedoch mit
Rudern; Corpus 46 D und 77 sowie Brunton/Caton-
Thompson, Badarian Civilisation pl. LIV, 14 u. 15:
Männergestalt; vergleichbare Gestalten aus Negade 1:
Kantor, The Final Phase of Predynastic Culture, Fig.
6F undG.
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155. MM 10 306: H 18,3, ÄD 18,6, ÖD 9.7. StD 6.9 cm
Intakt. Unregelmässigkeiten in der Gefassoberfläche.
Hellgrauer Ton mit roten Flecken.
Bauchig. Runder Rand, drei schmale, nicht durch-
bohrte Ösen, unebene Standfläche.
Sechs konzentrische Wellenlinien umziehen den
Hals bis zu den Ösen. Daran schliesst sich ein Register
mit sehr sorgfältig und schwungvoll gezeichneten
figürlichen Darstellungen an: vier Böcke, fünf weib-
liche Gestalten mit über den Kopf erhobenen Annen
und langem Rock, vier weitere Böcke und ein Fla-
mingo. Ober einen Bock sind fünf S gezeichnet.
Den Abschluss bildet eine Bergkette, die dasGefassin
waagerechter Richtung umzieht.
Die Qualität der Malerei übertrifft das meiste des in
Corpus abgebüdeten Materials, eine genaue ParaUek
zur Motivzusammenstellung fehlt. Cf. zu den Bök-
ken: Kantor, The Final Phase of Predynastic Cukure,
Fig. 9 Q; zu den Frauen mit Füssen: ibid., Fig. 6 E.
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MEDELHAVSMUSEET
The Museum of Mediterranean and Near Eastern Antiquities
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Styrenius, Swedish Institute in Athens 1948 — 1973.
Distribution Office:
Medelhavsmuseet, Storgatan 41, S-114 55 Stockholm, Sweden
IS
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